Stadt Zürich

Pfahlbauten hautnah: App «pastZurich» erweckt Geschichte

Nau.ch Lokal
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Zürich,

Zum 15-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbes lassen neue Features der App «pastZurich» die Pfahlbauten am Zürichsee interaktiv erleben – inklusive Mini-Games.

Das rechte Seeufer des Zürichsees von der Quaibrücke aus gesehen.
Das rechte Seeufer des Zürichsees von der Quaibrücke aus gesehen. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Winterthur mitteilt, können Nutzer mit der städtischen App «pastZurich» in die einstigen Pfahlbauten am Ufer des Zürichsees eintauchen: Dank Augmented Reality können Nutzer mit ihrem Smartphone oder Tablet seit 2021 die digitale Rekonstruktion der Pfahlbausiedlung «Parkhaus Opéra» auf dem Sechseläutenplatz – dort, wo die Siedlung vor rund 5000 Jahren stand – in Lebensgrösse erkunden.

Acht Häuser sind je einer der kantonalen Fundstellen im UNESCO-Welterbe gewidmet, zahlreiche «Points of Interest» vermitteln weitere Informationen rund um das Leben der Pfahlbauer.

Die Welt der Pfahlbauer spielerisch erkunden – neu ortsunabhängig

Jetzt haben die Unterwasserarchäologie und Dendroarchäologie Zürich die App technisch auf einen neuen Stand gebracht. Dabei wurde sie massgeblich aktualisiert: Neu führt ein Avatar durch «pastZurich» und gibt Hinweise zum Leben der Pfahlbauer, während die Nutzenden zwei Pfahlbaugebäude aufbauen können.

Ein Mini-Game lädt zum Bogenschiessen ein oder offenbart steinzeitliche Kochrezepte, welche zu Hause nachgekocht werden können. Neben dieser spielerischen Vermittlung des archäologischen Inhalts funktioniert das Modell neu auch ortsunabhängig.

Sollte der Platz einmal nicht ausreichen, steht das Miniaturmodell des Pfahlbaudorfes zur Verfügung, welches erste Einblicke erlaubt – und überall platziert werden kann. Die Erweiterung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Zürcher Agentur Bitforge AG entwickelt.

111 Pfahlbaufundstellen bilden das Welterbe

2011 wurde eine Auswahl von 111 der beinahe 1000 bekannten archäologischen Pfahlbaufundstellen aus der Schweiz, Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und Slowenien ins UNESCO-Welterbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen» aufgenommen.

Auch die Stadt Zürich ist mit zwei Fundstellen Teil dieses Weltkulturerbes: Die Fundstelle Zürich «Kleiner Hafner» dokumentiert die Ankunft der ersten Zürcher Siedler, die vor dem Zürcher Bellevue um 4300 v. Chr. eine erste Niederlassung gegründet hatten – dort, wo heute die Herzbaracke jährlich zum Schauspiel einlädt.

Die zweite Fundstelle Zürich «Alpenquai», vor dem Zürcher Arboretum gelegen, dokumentiert die letzte Phase der Pfahlbauer um 800 v. Chr. Danach verschwanden die Pfahlbausiedlungen in ganz Zentraleuropa.

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