Dem Spital Wetzikon fehlen immer noch drei Millionen Franken
Die Aktionärsgemeinden des Spitals Wetzikon suchen immer noch nach Geld: Um den Sanierungsplan zur Rettung des Spitals umsetzen zu können, fehlen rund 3 Millionen Franken.

Das Loch im ursprünglich geplanten Sanierungsplan stammt von der Gemeinde Bubikon: Dort hatten die Stimmberechtigten im November 2025 beschlossen, den Beitrag von 3,12 Millionen Franken für die Rettung des Spitals zu verweigern. Der Entscheid fiel mit 51 Prozent Nein-Stimmen knapp aus, fehlen tut das Geld nun trotzdem.
Wie die Aktionärsgemeinden am Donnerstag mitteilten, suchen sie nach wie vor eine Lösung. Das Evaluieren der Möglichkeiten und die Abstimmung der nun noch verbleibenden elf Aktionärsgemeinden würden mehr Zeit in Anspruch nehmen als erwartet. Die Gemeinden wollen Anfang März zum weiteren Vorgehen informieren.
Geprüft werden gemäss dem Wetziker Stadtpräsidenten Pascal Bassu vor allem drei Optionen. Möglich sei etwa, dass die anderen Gemeinden den fehlenden Betrag übernehmen könnten. Auch Geld von Dritten wäre willkommen. Allenfalls komme aber auch eine Spendenaktion in Frage.
Klar ist schon jetzt, dass die Gemeinde Bubikon aktuell zwar noch Aktionärsgemeinde ist. Sobald die Gläubiger dem Sanierungsplan zugestimmt haben, wird Bubikon aber keine Anteile mehr haben. Die Gläubigerversammlung, bei der definitiv über die Zukunft des Spitals im Zürcher Oberland entschieden wird, findet im Frühling statt.
Anfang April 2024 wurde bekannt, dass das Spital bei der Gesundheitsdirektion um ein Darlehen von 180 Millionen Franken gebeten hatte. Der Kanton lehnte das Gesuch jedoch ab. Seither ist das Spital im finanziellen Krisenmodus. Hauptauslöser für das Finanzloch ist ein Neubau, der bis auf Weiteres im Rohbau bleibt.










