Astra

    Neue Bohrungen für Oberlandautobahn gestartet

    Das Astra startet eine vierte Bohrkampagne bei Seegräben und Wetzikon. Sie liefert Grundlagen für die geplante Tunnelvariante der Oberlandautobahn.

    Die Bahnhofstrasse in Wetzikon (ZH).
    Die Bahnhofstrasse in Wetzikon (ZH). - Nau.ch / Simone Imhof

    Wie das Bundesamt für Strassen Astra mitteilt, startet im Rahmen des Projekts «Lückenschliessung Oberlandautobahn» im März 2026 die vierte Bohrkampagne. Diese dient der Festlegung der Linienführung der Oberlandautobahn in den Gemeinden Seegräben und Wetzikon.

    Die einzelnen Bohrungen dauern ein bis zwei Wochen, die gesamte Bohrkampagne voraussichtlich bis Ende Juni 2026. Die Bohrungen sind 50 bis 90 Meter tief.

    Ziel der Bohrungen ist es, die Datenlage zu den Untergrund- und Grundwasserverhältnissen im Abschnitt zwischen dem Anschluss Uster-Ost und Wetzikon weiter zu vervollständigen. Damit wird geklärt, ob die Linienführung mit der «Tunnelvariante tief lang» vom Autobahnanschluss Uster-Ost bis Hinwil aus geologischer Sicht machbar ist.

    Genaue Erkundung des Grundwassers...

    Ein Schwerpunkt der Bohrungen liegt auf der Erkundung des Grundwassers im Aathal-Schotter in den Gemeinden Seegräben und Wetzikon. Dabei werden insbesondere die Höhe des Grundwasserspiegels sowie die seitliche Begrenzung des Grundwasserleiters untersucht.

    Zusätzlich werden neue Grundwasser-Messstellen erstellt und mit Datenloggern ausgerüstet, um die jahreszeitlichen Schwankungen des Grundwassers langfristig zu erfassen.

    ...und der Gesteinsschichten

    Weitere Ziele der Kampagne sind die genaue Erkundung der Felsoberfläche, die bislang im Bohrperimeter nur punktuell durch Erdwärmesonden erschlossen wurde, sowie die geologisch-geotechnische Charakterisierung der Lockergesteine im geplanten Tunnelbereich.

    Bohrarbeiten beim Schulhaus in den Schulferien

    Die vorgesehenen Bohrstellen liegen zur Schonung der landwirtschaftlich genutzten Flächen auf Flurwegen. Das Bundesamt für Strassen Astra und die Bohr-Unternehmungen sind bestrebt, die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Die Arbeiten finden in der Zeit von 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr statt.

    Lokal kann es zu kleineren Einschränkungen für den Verkehr wie Umleitungen kommen. Die Arbeiten auf der Bohrstelle beim Schulhaus Seegräben werden in den Schul-Frühlingsferien durchgeführt, um den Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen.

    Die Ergebnisse der vierten Bohrkampagne bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Planung des Projekts «Lückenschliessung Oberlandautobahn». Das Astra plant die Wahl der Bestvariante bis Ende 2026.

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