Kanton Zürich macht 2025 Überschuss von 727 Millionen Franken
Der Kanton Zürich hat das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 727 Millionen Franken abgeschlossen. Vor allem die Steuererträge schenkten höher ein als budgetiert. Der Kanton will damit Schulden abbauen.

629 Millionen Franken mehr als erwartet nahm der Kanton Zürich bei den Steuern ein. Sie verbesserten das Ergebnis deutlich. «Das ist das zweitbeste Ergebnis nach 2008», sagte Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) am Freitag vor den Medien. Dabei habe der Kanton eigentlich eher hohe Einnahmen budgetiert. Ins Gewicht fielen laut Stocker vor allem Nachträge aus früheren Jahren. Für ihn ist das auch ein Zeichen der Robustheit des Wirtschaftsstandortes.
Auch höhere Ausschüttungen der Nationalbank (155 Millionen) und der Axpo (86 Millionen) trugen zum guten Ergebnis bei. Zudem erhielt der Kanton einen Erlös über 85 Millionen Franken aus einer alten Banknotenserie. Die kantonalen Spitäler Unispital und Kantonsspital Winterthur trugen mit 51 beziehungsweise 65 Millionen zum Erfolg bei.
Die höheren Einnahmen will der Kanton zum Schuldenabbau nutzen. In den letzten beiden Jahren fielen rund 500 Millionen Schulden an. Die Nettoschulden lagen noch bei 3,9 Milliarden Franken, das Eigenkapital bei 12,7 Milliarden.
Die Investitionen von 1,2 Milliarden Franken konnte der Kanton Zürich im vergangenen Jahr selber finanzieren. Der Selbstfinanzierungsgrad lag bei rund 150 Prozent. «Es ist wichtig, dass wir bezahlen können was wir bestellen», sagte Stocker. Er verwies auch auf die Höchstnote, die der Kanton von den Ratingagenturen weiterhin erhält.










