Berner Regierungsrat soll Fragen zum Brandschutz beantworten
Nach der Brand-Katastrophe von Crans-Montana VS wollen nun Berner Grossratsmitglieder sicher gehen: Gibt es beim Brandschutz Handlungsbedarf?

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bar-Brand von Crans-Montana VS hat eklatante Lücken beim Brandschutz aufgezeigt.
- Obwohl der Kanton Bern anders organisiert ist, stellen Grossratsmitglieder nun Fragen.
- Der Regierungsrat soll die aktuelle Situation und allfälligen Handlungsbedarf aufzeigen.
Die Brand-Katastrophe in Crans-Montana VS beschäftigt auch die Berner Politik. Bei der Diskussion um die fehlenden Brandschutzkontrollen der Bar «Le Constellation» wurde zwar immer wieder auf den Kanton Bern verwiesen: Anders als im Wallis ist hier die kantonale Gebäudeversicherung (GVB) zuständig. Im Wallis sind es die Gemeinden, die, wie sich nun herausstellt, oft damit überfordert sind.

Nichtsdestotrotz haben Grossratsmitglieder nun Fragen an den Regierungsrat. Wie beurteilt er die aktuelle Situation beim Brandschutz im Kanton Bern – und gibt es allenfalls Handlungsbedarf?
Eingereicht hat die Interpellation SVP-Grossrat Martin Lerch. Mitunterzeichnet haben sie aber auch Vertreterinnen und Vertreter von FDP, Mitte, EDU, SP und Grünen.

Nebst einer allgemeinen Beurteilung soll der Regierungsrat sehr spezifische Fragen beantworten. Fragen, die geprägt sind von den nun beim Bar-Drama von Crans-Montana zutage getretenen Problematiken: Wer ist wofür zuständig, wie werden Zielkonflikte gelöst, wie werden die Aufgaben von GVB und Gemeindebaupolizei abgegrenzt?
Dabei wird bereits angetönt, dass zusätzliche Vorschriften und Kontrollen wohl nicht ohne zusätzliche Mittel zu haben sein werden.
Nicht zuletzt wollen die Grossrätinnen und Grossräte auch wissen, ob der Regierungsrat bereit wäre, nötigenfalls rasch Gesetze anzupassen: «Damit Ereignisse wie in Crans-Montana ausgeschlossen werden können», heisst es in der Interpellation.












