Berner Kantonsparlament sorgt sich um Wildverbiss in Schutzwäldern
Der bernische Grosse Rat will verhindern, dass der Wildverbiss in Schutzwäldern zu einem immer grösseren Problem wird. Einstimmig hat er eine entsprechende Richtlinienmotion von Martin Schlup (SVP/Schüpfen) angenommen.

Der Kanton soll gemäss Vorstoss systematisch erfassen, wo starker Wildverbiss die natürliche Verjüngung des Waldes verhindert und dadurch die Pflege von Schutzwäldern erschwert oder unmöglich macht. Hintergrund ist die Sorge, dass die Schutzfunktion dieser Wälder langfristig geschwächt werden könnte.
Die Regierung teile das Anliegen der Motionäre, sagte Umweltdirektor Christoph Ammann (SP). Der Einfluss von Wildtieren auf die Waldverjüngung werde allerdings schon heute regelmässig im sogenannten Wildeinflussgutachten untersucht.
Aktuell werde auf rund 18 Prozent der Schutzwaldflächen ein untragbarer Wildeinfluss festgestellt. Der Kanton sei daran, verschiedene Massnahmen umzusetzen. Dazu gehörten Anpassungen in der Jagdplanung, finanzielle Beiträge für Schutzmassnahmen wie Zäune sowie regionale Wald-Wild-Konzepte.
Mit der Forderung nach einer flächendeckenden Erfassung des Wildeinflusses renne die Motion offene Türen ein. Der Rat schrieb den Vorstoss darauf mit 80 zu 71 Stimmen ab.






