Berner Kantonsregierung will Frühfranzösisch nicht abschaffen
Die Berner Kantonsregierung will das Frühfranzösisch nicht abschaffen. Das geht aus ihrer Antwort auf einen Fraktionsvorstoss der Grünliberalen hervor, der die Verschiebung auf die 5. Klasse fordert.

Die Motion fordert unter anderem, den Französischunterricht in der 3. und 4. Klasse im deutschsprachigen Kantonsteil aufzuheben und um zwei Schuljahre nach hinten zu verschieben. Frühfranzösisch sei gescheitert, schrieb die GLP-Fraktion. Die Schulkinder erreichten die Ziele nicht, der finanzielle und organisatorische Aufwand stehe in keinem Verhältnis zum erzielten Nutzen.
Stattdessen möchte die GLP die freiwerdenden Ressourcen unter anderem in die Förderung von deutsch-französischen Klassen im ganzen Kanton stecken.
Die Berner Kantonsregierung will davon nichts wissen, wie aus ihrer am Montag veröffentlichten Antwort hervorgeht. Die Zweisprachigkeit und das frühe Erlernen der französischen und deutschen Sprache und Kultur in der Schule gehöre zur Identität des Kantons Bern. «Als zweisprachiger Kanton nimmt der Kanton Bern auch eine besondere Brückenfunktion zwischen der Deutschschweiz und der Westschweiz ein.»
Auch widersprach die Regierung der GLP, wonach die Mehrheit der Schulkinder durch den frühen Fremdspracherwerb überfordert sei. Ausserdem habe sich der Kanton Bern mit dem Beitritt zur interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule im Jahr 2009 dazu verpflichtet, dass die erste Fremdsprache spätestens ab dem 3. Schuljahr unterrichtet werde.
Ihr sei aber bewusst, dass eine Weiterentwicklung des Französisch- und des Sprachunterrichts nötig sei, schrieb die Regierung weiter. Sie habe auf verschiedenen Ebenen wesentliche Massnahmen zur Förderung des Französischunterrichts eingeleitet.






