Woran leidet Thomas Gottschalk genau?
Der Entertainer Thomas Gottschalk kämpft gegen ein epitheloides Angiosarkom, einen seltenen Blutgefäss-Tumor.

Thomas Gottschalk (75) erhielt die Diagnose Epitheloides Angiosarkom im Juli dieses Jahres. Laut seiner Ehefrau handelt es sich um einen seltenen, bösartigen Tumor der Blutgefässe, berichtet der «Spiegel».
Bei zwei langen Operationen wurden ihm unter anderem Teile von Harnleiter und Blase entfernt. Anschliessend folgten Strahlenbehandlungen, Gottschalk nimmt nun starke Schmerzmittel, so die «Tagesschau».
Öffentlich erklärte Gottschalk, er könne in seinem aktuellen Zustand nicht mehr regelmässig auftreten. Nach einer letzten grossen Samstagabendshow will er sich zurückziehen und sich auf seine Gesundheit konzentrieren, melden ARD- und ZDF-Berichte.
Thomas Gottschalk erkrankt: Was ist ein epitheloides Angiosarkom?
Ein epitheloides Angiosarkom ist ein sehr seltener, bösartiger Tumor. Er geht von Zellen der Blutgefässe oder Lymphgefässe aus und wächst meist rasch, erläutern Onkologen laut «ZDFheute».
Die Erkrankung tritt häufig im Weichgewebe auf, kann aber auch innere Organe betreffen. Sie neigt zu früher Metastasierung, also zur Streuung in andere Körperregionen, heben Experten hervor.
Da die Tumoren oft spät erkannt werden, gelten die Prognosen insgesamt als ungünstig. Die Deutsche Sarkom-Stiftung verweist auf hohe Rückfallraten und niedrige Überlebensraten bei bereits gestreuten Verläufen, zitieren das «ZDFheute» und andere Fachquellen.
Therapie und Prognose laut Experten
Therapie der ersten Wahl ist die möglichst vollständige operative Entfernung des Tumors. Häufig schliessen sich Strahlentherapie und je nach Stadium auch Chemotherapie an, erklären Fachärzte, die von der «Tagesschau» befragt wurden.
Bei lokal begrenzten Angiosarkomen sind die Aussichten besser, insbesondere wenn der Tumor komplett entfernt werden kann. Liegen bereits Metastasen vor, sinken die Überlebenschancen deutlich.

Zahlen der Deutschen Sarkom-Stiftung nennen für fortgeschrittene Stadien teils nur noch niedrige zweistellige Prozentwerte nach zwei Jahren.
Thomas Gottschalk machte deutlich, dass für ihn nun die medizinische Behandlung und der Kampf gegen den Tumor im Vordergrund stehen. Seine öffentliche Erklärung soll Spekulationen beenden und zugleich auf die Schwere dieser seltenen Krebsart aufmerksam machen, berichtet der «Spiegel».
















