WEF leitet Untersuchung gegen CEO wegen Epstein-Beziehung ein
Das Weltwirtschaftsforum leitet eine unabhängige Untersuchung gegen seinen CEO Børge Brende ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Gegen WEF-CEO Børge Brende wurde eine unabhängige Untersuchung eingeleitet.
- Dabei sollen seine Beziehungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geklärt werden.
- Brende wird weiterhin seine Funktion als CEO des WEF wahrnehmen.
Es geht um die Klärung von dessen Beziehungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, nachdem bekannt wurde, dass Brende mit ihm in Kontakt gewesen war.
Brende soll an drei Abendessen teilgenommen haben, an denen auch Epstein anwesend war, schrieb die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag.
Hinzu komme eine E-Mail- und SMS-Kommunikation zwischen den beiden.
Brende bleibt Präsident und CEO
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) habe in einer Mitteilung betont, die Entscheidung für die Untersuchung unterstreiche «das Engagement für Transparenz und den Erhalt der Integrität.»
Zugleich unterstütze und kooperiere Brende und werde seine Aufgaben als Präsident und CEO weiterhin wahrnehmen.
Brende selbst erklärte, er habe 2018 während eines Besuchs in New York eine Einladung vom ehemaligen norwegischen Vize-Ministerpräsidenten und Uno-Gesandten für den Nahen Osten und Nordafrika, Terje Rød-Larsen, erhalten, «sich ihm zu einem Abendessen mit einer Person anzuschliessen, die als US-amerikanischer Investor, Jeffrey Epstein, vorgestellt wurde».
An diesem Treffen hätten auch mehrere weitere Führungspersönlichkeiten teilgenommen. Im darauffolgenden Jahr habe er an zwei ähnlichen Abendessen mit Epstein teilgenommen, gemeinsam mit weiteren Diplomaten und Wirtschaftsvertretern.
Diese Abendessen sowie einige E-Mails und SMS hätten «den gesamten Umfang des Kontakts dargestellt», erklärte Brende weiter. Er habe keinerlei Kenntnis von Epsteins Vergangenheit und kriminellen Aktivitäten gehabt.
«Hätte ich seinen Hintergrund gekannt, hätte ich die ursprüngliche Einladung abgelehnt sowie jede weitere Einladung zu Abendessen oder andere Kommunikationsformen», sagte Brende. Der WEF-CEO räumte ein, er hätte «eine gründlichere Überprüfung von Epsteins Vergangenheit durchführen können» und bedauere, dies nicht getan zu haben.










