Kleiner Landrat zieht WEF-Bilanz

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    Davos zieht nach der WEF-Woche Bilanz: Shuttle, Sicherheit und Projekte funktionierten gut. Verkehr und Abläufe sollen weiter optimiert werden.

    Gemeinde Davos und im Hintergrund der Skilift Bünda. - Kanton Graubünden
    Gemeinde Davos und im Hintergrund der Skilift Bünda. - Kanton Graubünden - Nau.ch / Simone Imhof

    Wie die Gemeinde Davos mitteilt, blickt der Kleine Landrat auf eine bewegte WEF-Woche zurück. Davos war unmittelbarer Schauplatz des aktuellen Weltgeschehens.

    Die Wortgefechte im Kongresszentrum vor dem Hintergrund der angespannten geopolitischen Grosswetterlage haben den Kleinen Landrat und viele Menschen vor Ort sichtlich betroffen gemacht. In ihrem Rückblick möchte die Davoser Regierung den Fokus auf organisatorische Aspekte legen, ohne die die Durchführung eines solchen Anlasses aber undenkbar wäre.

    Der Kleine Landrat bedankt sich bei allen Mitarbeitenden und Partnern, die mit grossem Engagement für eine sichere Abwicklung des WEF-Jahrestreffens sorgten. Dass zum Beispiel die Feuerwehr bei zwei Einsätzen die jeweilige Situation schnell unter Kontrolle bringen konnte, zeugt von einer hohen Funktionalität des überarbeiteten Einsatzkonzepts und von der Leistungsfähigkeit der Promenade als Rettungsachse.

    Ebenso sicher gingen die bewilligten Aktionen über die Bühne, mit denen unterschiedliche Gruppierungen am Postplatz oder entlang der Promenade auf ihre Anliegen aufmerksam machten und zu einer Vielfalt an Meinungen am Rand des Forums beigetragen haben.

    Viele Angebote funktionieren gut

    Auch die von der Gemeinde Davos und dem World Economic Forum unterstützten Projekte zur -Förderung von Nachhaltigkeit und Teilhabe haben sich bewährt und wurden rege benutzt. Das Open Forum und der Climate Hub boten zahlreichen Besuchenden Gelegenheit, sich mit relevanten Inhalten zu beschäftigen.

    Das Anti-Foodwaste-Projekt 4Reasons sowie die Foodtrucks auf dem Arkadenplatz schufen Ersatz für das anderweitig eingeschränkte Gastroangebot und stossen gerade bei der einheimischen Bevölkerung auf grossen Anklang. Die Möglichkeit für Einheimische, tiefe Einblicke in das Geschehen im Kongresszentrum zu erhalten, wurde erneut erweitert und sehr geschätzt.

    Im Schulbereich konnte die Logistik für «Ab auf die Piste» verbessert werden und wird in Zukunft weiter optimiert. Das Angebot ist für die Eltern inzwischen kostenlos.

    Die Kooperation «Davos Codes» blickte auf zehn Jahre zurück, in denen sie Davoser Schülerinnen und Schülern das Programmieren näherbringt. Und es gab verschiedentlich Gelegenheiten für wertvollen Austausch zur Stärkung der Beziehungen des Forschungsplatzes mit seinen Partnern sowie zu wertvollen Expertisen im Hinblick auf die Umsetzung der Regierungsziele des Kleinen Landrats.

    Shuttle und Aufbaukoordination top

    Der Ausbau der Kapazitäten der Shuttle-Züge während der WEF-Woche, kombiniert mit einer Fussgängerüberführung bei der Haltestelle Kongresszentrum, hat sich sehr bewährt. Die regelmässigen Shuttle-Züge bilden das unverzichtbare Rückgrat der Mobilität während der WEF-Jahrestreffen.

    Sie bringen Einheimische wie Kongressgäste zuverlässig und pünktlich an den gewünschten Ort. Und auch die VBD-Busse ausserhalb des Zentrums verkehrten im Unter-schied zu früheren Jahren mit grosser Pünktlichkeit.

    Der Bewilligungsprozess für die Aufbauarbeiten ist eingespielt und die Koordination der Bauarbeiten nach dem bewährten Drei-Phasen-Modell führte dazu, dass der Verkehrsfluss gegenüber den Jahren vor diesem Modell deutlich verbessert werden konnte. Die Hauptferienwochen waren zudem vom WEF-Verkehr komplett befreit.

    Alle diese Aspekte sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis jahrelanger, hartnäckiger Arbeit. Die diversen Austauschformate mit der Bevölkerung, mit den Partnern und mit den WEF-Verantwortlichen sind wirksam und führen zu spürbaren Verbesserungen.

    Handlungsbedarf erkannt

    Der Strassenverkehr in der WEF-Woche bleibt eine Herausforderung. Stau und lange Wartezeiten gehörten zur Normalität.

    Trotzdem ist der Kleine Landrat entschlossen, die Situation spürbar zu verbessern und für die Zukunft griffige Massnahmen in Umsetzung bringen. Entsprechende Massnahmen sind bereits in Prüfung, welche aufgrund der Komplexität Zeit in Anspruch nehmen. Bei den temporären Bauprojekten musste erneut ein Anstieg festgestellt werden.

    Die Gesetzesrevision, die 2024 von 82 Prozent der Stimmbevölkerung angenommen wurde, gibt dem Kleinen Landrat die Möglichkeit, eine Obergrenze für temporäre Bauprojekte festzulegen. Der Kleine Landrat wird in den kommenden Wochen die genaue Ausgestaltung der Obergrenze diskutieren.

    Zusammengefasst zeigt sich, dass verschiedene Massnahmen bereits eine gute Wirkung zeigen und zu spürbaren Verbesserungen führen. Zudem können einzelne Massnahmen weiter optimiert werden, um die Situation weiter zu verbessern. Wie jedes Jahr wird der Kleine Landrat aber weitere Rückmeldungen sammeln und auswerten und anschliessend mit derselben Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit die identifizierten Probleme bearbeiten.

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