Neues Quartier auf dem Färbi-Areal
In Davos entstehen auf dem Färbi-Areal 60 neue Erstwohnungen. Das Projekt mit Miet- und Kostenmieten ist Teil der Wohnraumstrategie gegen die Wohnungsnot.

Wie die Gemeinde Davos mitteilt, herrscht in Davos Wohnungsnot und die Mieten sind vergleichsweise hoch. Im Zuge der Wohnraumstrategie wurde auf dem Färbi-Areal direkt neben dem Spital Davos der Bau eines neuen Wohnquartiers mit 60 neuen Erstwohnungen angestossen.
Entlang der Promenade und zum Spital hin sind grössere Gebäude geplant. Im südlichen Bereich bilden kleinere Reihenhäuser einen harmonischen Übergang zum angrenzenden Einfamilienhausquartier.
Der Raum zwischen den Häuserreihen bleibt grundsätzlich frei und kann für diverse Aktivitäten genutzt werden. Die Bauherrschaft und die Gemeinde Davos haben in einer Planungsvereinbarung festgehalten, dass ein Teil der Wohnungen zwingend als Mietwohnungen angeboten werden muss.
Die Hälfte davon kommt sogar zur Kostenmiete auf den Markt, was bedeutet, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht. Das Bauprojekt hat auch die Stimmbevölkerung überzeugt, welche dem Vorhaben im Dezember 2023 mit über zwei Dritteln der Stimmen zugestimmt hat. Sobald die Ortsplanung rechtskräftig wird, kann die Bauherrschaft das entsprechende Baugesuch einreichen.
Wohnraumstrategie greift Schritt für Schritt
Die Überbauung des Färbi-Areals ist ein wichtiger Bestandteil der Davoser Wohnraumstrategie. Das Projekt zeigt, wie die Gemeinde auf private Investoren zugeht, um die Wohnungsnot gemeinsam anzupacken und zu lindern. Die Wohnraumstrategie geht das Problem mit einem ganzheitlichen Blick an und setzt mit verschiedenen Hebeln an, die aufeinander abgestimmt sind.
Dazu gehören neben Arealentwicklungen auch Anreizsysteme, Baurechtsvergaben, Sanierungsbeiträge, verstärkte Kontrollen, Liegenschaftsankäufe und regulatorische Rahmenbedingungen. So können bestehende Erstwohnungen bewahrt und neue Erstwohnungen gebaut werden.
Die Genehmigung des Färbi-Areals durch den Kanton reiht sich ein in weitere Erfolge, welche im Rahmen der Wohnraumstrategie bereits erzielt werden konnten. Der Neubau an der Jörg-Jenatsch-Strasse wurde im vergangenen Herbst bezogen, der Neubau beim Guggerbach wird im laufenden Jahr deutlich an Form gewinnen, beim Wohnquartier Valbella können die Bauarbeiten voraussichtlich im laufenden Jahr starten und ebenfalls in diesem Jahr ist die Volksabstimmung zum Vali-Meisser-Areal geplant.
Die Wohnraumstrategie wird also Schritt für Schritt umgesetzt. Es braucht weiterhin viel Beharrlichkeit und ganzheitliches Denken, um die Wohnungsnot erfolgreich zu bekämpfen.










