EU

Weber will Ende von EU-Strafverfahren gegen Ungarn einleiten

Keystone-SDA
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Belgien,

Ungarn kann nach der Abwahl des rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban auf ein schnelles Ende des EU-Sanktionsverfahrens wegen der Gefährdung von europäischen Grundwerten hoffen.

Manfred Weber
Manfred Weber ist der Vorsitzende der grössten Fraktion im Europaparlament. - keystone

Der Vorsitzende der grössten Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber von der konservativen EVP, sprach sich am Mittwoch dafür aus, erste Schritte für eine Einstellung des sogenannten Artikel-7-Verfahrens einzuleiten. Es hätte theoretisch mit einem Entzug des ungarischen Stimmrechts bei EU-Entscheidungen enden können.

Weber sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa): «Das Artikel-7-Verfahren gegen Ungarn war ganz konkret verknüpft mit dem Anti-Rechtsstaats-Kurs von Viktor Orban.» Vom kommenden Premierminister Peter Magyar sehe man nun ein klares Bekenntnis zum Rechtsstaat und zu europäischen Grundwerten, einen pro-europäischen Kurs und konkrete Reformzusagen. Magyar ist bislang selbst Europaabgeordneter und gehört – wie der deutsche Christdemokrat Weber – der EVP-Fraktion an.

Es sei notwendig, dass das Europäische Parlament den pro-europäischen Weg des neuen Premierministers anerkenne, so Weber. «Daraus muss folgen, dass wir jetzt die ersten Schritte unternehmen, um das Artikel-7-Verfahren einzustellen.» Weber verwies dabei darauf, dass das Verfahren 2018 vom Europäischen Parlament auf den Weg gebracht worden war.

Ein Verfahren wegen Verstosses gegen EU-Grundwerte ist ein scharfes Mittel gegen EU-Länder. Der Mechanismus dient dazu, Mitgliedsstaaten zu sanktionieren, die gegen gemeinsame Werte wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte verstossen. Der erste EU-Staat, gegen den ein Grundwerte-Verfahren eingeleitet wurde, war Polen. Es wurde nach der Abwahl der nationalkonservativen PiS-Regierung eingestellt.

Kommentare

User #3718 (nicht angemeldet)

Aha jetzt wirds offensichtlich--- Der kmmt straffrei davon dafür hat er bei wahlen alle augen zu gemacht----

User #1539 (nicht angemeldet)

Das es Schweizer gib die sich auf so etwas einlassen wollen?

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