Was Trumps Staatsbesuch in China wirklich ergab
US-Präsident Donald Trump traf bei einem dreitägigen Staatsbesuch in China auf Xi Jinping, begleitet von viel Zeremonie, jedoch ohne grosse konkrete Ergebnisse.

Viel Pomp, wenig Klartext: So lässt sich Trumps Staatsbesuch in Peking in wenigen Worten zusammenfassen.
Wie der «Tagesspiegel» berichtet, prägten freundliche Zeremonien den Gipfel, über wesentliche Streitthemen wurde kaum Einigung erzielt.
Besonders auffällig war laut dem «Tagesspiegel» das Schweigen zu Zollfragen, obwohl Trump und Xi über den Handelskonflikt beider Volkswirtschaften sprachen. Auf dem Rückflug nannte Trump jedoch Zusagen für Boeing-Flugzeugkäufe in historischem Ausmass.
Trump in China: Zwei Gipfel, zwei Narrative
Die chinesische und die amerikanische Darstellung des Treffens wichen laut der «taz» erheblich voneinander ab. «Die Aussagen von Präsident Xi Jinping zielten darauf ab, den Vereinigten Staaten klare Grenzen aufzuzeigen», sagte China-Experte George Chen.
Xi habe Taiwan gleich zu Beginn als «rote Linie» in den Mittelpunkt gestellt, so Chen laut der «taz».
Der «Tagesspiegel» berichtet, Trump habe sich geweigert zu sagen, ob die USA Taiwan im Ernstfall verteidigen würden. Einen ausstehenden Rüstungsverkauf im Wert von 14 Milliarden Dollar (etwa 11 Milliarden Franken) an Taiwan liess Trump bewusst offen.
Xi als eigentlicher Gewinner
Für Xi war der Besuch nach Einschätzung von Beobachtern ein Erfolg. «CNN» hält fest, Peking habe keine grossen konkreten Ergebnisse gebraucht, um wichtige diplomatische Punkte zu erzielen.

China habe sich als gleichwertige Weltmacht neben den USA inszeniert. Ein Ziel, das Xi laut «CNN» sowohl innenpolitisch als auch gegenüber dem Ausland verfolgt.
Die staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua meldete laut dem «Tagesspiegel», Xi plane im Herbst einen Gegenbesuch in Washington. Trump hatte ihn beim Staatsbankett offiziell für den 24. September eingeladen.












