Weniger Schülerinnen und Schüler sind übergewichtig
Etwa jedes zehnte Schulkind in der Schweiz hat im letzten Schuljahr als übergewichtig gegolten. Seitdem der Bodymass-Index (BMI) von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz erhoben wird, lag dieser Wert noch nie so tief.

Seit zwanzig Jahren gehe das Übergewicht bei Schülerinnen und Schülern zurück, schrieb die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz am Dienstag in einer Sonderausgabe anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des Monitoring-Projekts.
Seit dem Schuljahr 2005/06 analysiert die Stiftung gemeinsam mit den schulärztlichen Diensten der Städte Basel, Bern und Zürich Daten zum Körpergewicht von Kindern und Jugendlichen aus der Volksschule. Zu Beginn der Erhebung im Schuljahr 2005/06 war noch jedes fünfte Schulkind übergewichtig oder war von Adipositas betroffen. Dieser Wert – die Gesamtprävalenz von Übergewicht – sank erheblich und lag zwanzig Jahre später noch bei 15,5 Prozent.
Um fünf Prozent ging die Übergewichtsprävalenz auf der Basisstufe besonders deutlich zurück. Auf der Mittelstufe betrug der Rückgang drei Prozent. Anders auf der Oberstufe: Dort nahmen Übergewicht und Adipositas in den letzten zwanzig Jahren zu – in den letzten zwei Jahren verlaufe die Prävalenz aber auch hier rückläufig.
Aus dem Monitoring gehen laut Gesundheitsförderung Schweiz immer wieder ähnliche Ergebnisse hervor: «Die Geschlechterunterschiede sind gering, und Kinder und Jugendliche aus 'privilegierten' Quartieren sind seltener von Übergewicht betroffen als solche aus anderen Quartieren.» Die wichtigste Variable bleibt also die soziale Herkunft, während Unterschiede aufgrund der Staatsangehörigkeit in den letzten Jahren weniger wichtig wurden.






