Vermittlerstaaten verurteilen Israels jüngste Angriffe im Gazastreifen
Die Vermittlerstaaten im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen haben die jüngsten Angriffe Israels in dem abgeriegelten Gebiet scharf verurteilt. In einer in der Nacht veröffentlichten gemeinsamen Erklärung Katars, Ägyptens und der Türkei hiess es, «diese Verstösse» gefährdeten den Weg zur Deeskalation und verschärften das Leid der Zivilbevölkerung. Israel müsse seinen Verpflichtungen aus dem Völkerrecht nachkommen und die Bedingungen des Waffenruheabkommens einhalten, um dessen Umsetzung nicht zu untergraben.

Die Vermittler forderten erneut einen umfassenden Schutz der Zivilbevölkerung, medizinischer Einrichtungen und von Helfern. Ferner müsse die Lieferung humanitärer Hilfe und von medizinischen Gütern im gesamten Gazastreifen gewährleistet sein.
Am Wochenende hatte Israel Berichten zufolge erneut Angriffe im Gazastreifen ausgeführt. Dabei wurden mehrere Palästinenser getötet. Die israelische Armee bestätigte Angriffe, bei denen ranghohe Kommandeure der Hamas getötet worden seien. Palästinensischen Berichten zufolge traf unter anderem eine Rakete eine Wohnung in einem Gebäude in der Stadt Gaza. Dabei sei auch ein Kind getötet worden.
Obwohl seit Oktober 2025 formell eine Waffenruhe im Gaza-Krieg herrscht, kommt es immer wieder zu tödlichen Konfrontationen und Angriffen. Als Knackpunkt bei den Friedensgesprächen galt vor allem die in dem Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorgesehene Entwaffnung der Hamas, die von den Extremisten bislang abgelehnt wurde. Auch nach Vereinbarung einer Waffenruhe im Oktober kontrolliert Israel weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens.
Der Terroranschlag der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden, hatte den verheerenden Gaza-Krieg ausgelöst.










