Musiker-Verband Sonart besorgt über Verkauf der SRG-Musiksender
Der Verband der Musikschaffenden Sonart zeigt sich besorgt über der Verkauf der Musik-Satelliten-Sender Swiss Classic, Jazz und Pop durch die SRG. Die zweijährige Garantie für die Beibehaltung von mindestens 50 Prozent an Schweizer Musik wird als ungenügend eingeschätzt.

Am Donnerstag teilte die SRG mit, dass der Medienkonzern CH Media ab Januar 2027 Radio Swiss Pop übernimmt, und die DAB+-Netzbetreiberin Digris AG ab Juli 2027 Radio Swiss Classic und Radio Swiss Jazz weiterführen wird.
Vertraglich festgelegt worden sei, dass der Anteil Schweizer Musik wie bis anhin bei mindestens 50 Prozent zu liegen habe. Allerdings nur für zwei Jahre. «Nach Ablauf dieser Frist entscheiden die neuen Eigentümerinnen eigenständig über die weitere Programmgestaltung sowie über die Verbreitung und Vermarktung ihrer Programme», teilte die SRG mit.
Sonart bezeichnet diesen Passus in einer Mitteilung vom Freitag als «grosse Enttäuschung». Zwei Jahre seien keine nachhaltige Absicherung, sondern lediglich eine Vertagung der Unsicherheit. Die drei Satelliten-Sender seien wichtige Plattformen für die Sichtbarkeit der Schweizer Musik und für den Geldfluss über die Urheberrechts-Organisationen Suisa und Swissperform.










