Vance: Überprüfen Berichte zu tödlichem Angriff auf Hochzeit
Die USA untersuchen nach Angaben von Vizepräsident JD Vance Berichte über einen tödlichen Raketeneinschlag auf eine Hochzeitsfeier im Iran. Staatsmedien des Landes hätten bislang nicht besonders zuverlässig über den Konflikt berichtet, sagte er bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Daher sei er äusserst skeptisch.

Anders als die iranischen Revolutionsgarden würden die USA im Kampf niemals Zivilisten ins Visier nehmen, betonte er. Ähnlich hatte sich zuvor bereits das US-Militär geäussert. «Das werden wir niemals tun. Das haben wir noch nie getan. Und leider passieren natürlich manchmal Dinge», sagte Vance. In diesem speziellen Fall glaube er aber nicht, dass Informationen in die eine oder andere Richtung vorlägen.
«Wir untersuchen das, weil uns das natürlich wichtig ist», sagte er. «Wir wollen es wissen.» Und wenn das US-Militär «Fehler» mache – auch das sei ein Unterschied zum Iran -, dann lerne es daraus, um sich zu verbessern.
Das US-Militär hatte am Dienstagabend (Ortszeit) darüber informiert, dass es eine weitere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen habe. Dabei wurden demnach Militäreinrichtungen der iranischen Streitkräfte attackiert.
Iranischen Medien zufolge wurden bei den Luftangriffen zahlreiche Menschen getötet. Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgte, dass demnach bei Sirik nahe der iranischen Küste ein Gebäude einer Hochzeitsfeier getroffen wurde. Dabei seien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein kleines Kind. Andere Medienberichte sprachen von fünf Todesopfern. Das Aussenministerium in Teheran warf den USA Kriegsverbrechen vor.
Gleich zu Beginn des von Israel und den USA am 28. Februar begonnen Kriegs sorgte bereits ein Angriff auf eine Mädchenschule im Iran für Aufsehen und Entsetzen. Dabei kamen unter anderem rund 170 Schülerinnen ums Leben. Unabhängige Recherchen kamen zu dem Schluss, dass die USA für den Angriff verantwortlich sind.














