Pete Hegseth gerät bei Republikanern unter Druck
Pete Hegseth gerät wegen seiner Pentagon-Führung aus den eigenen Reihen unter Druck. Zwei Republikaner stellen sich öffentlich gegen ihn.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth steht wegen seiner Führung des Pentagon zunehmend auch aus den eigenen Reihen unter Druck. Der republikanische Senator Thom Tillis forderte Präsident Donald Trump öffentlich auf, einen neuen Pentagon-Chef zu finden.
Er verlangte eine Führungspersönlichkeit, die militärische Talente halte und stärke, statt sie zu schwächen, berichtet die «Frankfurter Rundschau». Unterstützung erhielt Tillis vom republikanischen Abgeordneten Don Bacon aus Nebraska.
Hegseth wäre nicht seine Wahl für den Posten, sagte Bacon gegenüber «CNN». Die Kritik folgte auf den Rücktritt von Heeresminister Dan Driscoll und weitere personelle Wechsel an der Pentagon-Spitze.
Tillis wirft Hegseth «inkompetente Führung» vor
Tillis warf Hegseth eine «inkompetente Führung» der Streitkräfte vor. Er habe noch nie ein schlechteres Management der Männer und Frauen erlebt, die dem Land dienten, berichtet «The Independent».

Hegseth fühle sich von Kompetenz bedroht und flüchte sich in Kulturkämpfe, statt sich nüchtern um die Landesverteidigung zu kümmern. Tillis kritisierte zudem Hegseths Umgang mit der Gesundheit und dem Wohlergehen der Angehörigen der Streitkräfte.
Die zahlreichen personellen Abgänge unter Hegseths Führung hätten eine Lücke an der Spitze des Militärs geschaffen, so Tillis. Mehrere hochrangige Militärvertreter wurden entlassen oder verliessen ihre Posten, berichtet «The Independent».
Dan Driscoll schweigt zu Gründen für seinen Rücktritt
Dan Driscoll nannte in einem eigenen Beitrag auf X keinen Grund für seinen Rücktritt. Der scheidende Heeresminister bezeichnete es als Ehre, unter Präsident Trump und Verteidigungsminister Hegseth gedient zu haben.
Mittwoch sei sein letzter vollständiger Arbeitstag, erklärte Driscoll laut «PBS». Hinter den Kulissen hatte es jedoch seit Monaten Spannungen zwischen Driscoll und Hegseth gegeben.
Driscoll soll insbesondere Bedenken wegen der zahlreichen Entlassungen hochrangiger Militärvertreter geäussert haben, berichtet «PBS». Diese Personalpolitik soll zu den Streitpunkten zwischen ihm und Hegseth gehört haben.
Trump lobt Hegseths Arbeit im Pentagon
Das Weisse Haus stellte sich nach der scharfen Kritik von Tillis demonstrativ hinter Verteidigungsminister Pete Hegseth. Präsident Trump habe volles Vertrauen in Hegseth, der bei der Führung des Pentagon hervorragende Arbeit leiste, erklärte eine Sprecherin.

Trump selbst lobte Hegseth zuletzt auch für dessen Rolle bei den US-Angriffen auf den Iran. Der Verteidigungsminister habe «die Hölle» aus dem Iran herausgeholt, sagte Trump laut «Daily Mail».
Tillis hatte im Januar 2025 noch für die Bestätigung Hegseths als Verteidigungsminister gestimmt. Nach einem 50:50-Patt im Senat gab Vizepräsident JD Vance die entscheidende Stimme für Hegseth ab.












