Ebola

USA verlangen wegen Ebola härtere Regeln von Europa

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika alarmiert die USA. Washington fordert Europa zu Einreisebeschränkungen auf – auch wegen der WM.

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Der Ausbruch im Kongo wird durch die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus ausgelöst – dagegen gibt es weder Impfstoff noch zugelassene Therapie. (Archivbild) - keystone

Die USA haben europäische Staaten aufgefordert, die Einreise aus zentralafrikanischen Ländern zu beschränken. Hintergrund ist der schwere Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo, wie die «Tagesschau» berichtet.

Die USA übermittelten Anfang Juni eine diplomatische Note an europäische Regierungen. US-Aussenminister Marco Rubio habe dabei auch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen telefoniert.

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Bislang haben EU-Staaten auf die Forderung nicht offiziell reagiert. Die US-Regierung wolle damit eine einheitliche internationale Sicherheitsstrategie etablieren, so die «Berlin Morgen Zeitschrift».

USA fürchten Ebola-Einschleppung

Die nahende Fussball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko verstärkt die Sorge vor einer globalen Ausbreitung des Ebola-Virus.

Washington will laut der «Berlin Morgen Zeitschrift» verhindern, dass infizierte Reisende das Virus in die WM-Gastgeberländer einschleppen.

Ein Beamter des US-Aussenministeriums erklärte: «Andere Länder müssen ihren Teil dazu beitragen, sicherzustellen, dass dieser Ausbruch sich nicht weiter ausbreitet.»

Fast 600 bestätigte Fälle im Kongo

Die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle in der DR Kongo ist auf fast 600 angestiegen. 115 Menschen sind laut der «Tagesschau» infolge der Infektion gestorben.

Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen. Dies, weil es für die Bundibugyo-Variante des Virus bisher weder Impfstoff noch Medikamente gibt.

WHO gegen Reiseverbote

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus positionierte sich klar gegen Reisebeschränkungen als Mittel der Wahl.

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Das Ebolavirus verursachte in DR Kongo bisher 115 Todesfälle. - keystone

Die WHO unterstütze keine Reiseverbote, da diese «nicht viel bringen», betonte er laut dem «Deutschen Ärzteblatt».

Ghebreyesus zeigte sich gleichzeitig zuversichtlich, dass der Ausbruch gestoppt werden könne, sofern gemeinsam gehandelt werde. WHO-Beratungsgremien hätten klinische Studien für mögliche Impfstoffe empfohlen.

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