USA bombardieren Iran – Trump droht mit weiteren Schlägen

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

USA greifen den Iran erneut an. Trump kündigt weitere Bombardierungen an und stellt die Waffenruhe offen infrage.

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«Hart getroffen»: Trump brüstet sich mit Angriffen der USA auf den Iran und droht Teheran unverhohlen mit noch grösseren Schlägen. - keystone

Trumps Worte waren unmissverständlich: «Wir haben sie letzte Nacht hart getroffen», sagte der US-Präsident in einem CNN-Interview am Sonntag, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Das Gespräch drehte sich ursprünglich um den Tod von Senator Lindsey Graham.

Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen, berichtet der «Tagesspiegel». Ausgelöst wurde die Offensive durch einen Angriff der iranischen Revolutionsgarden auf ein zyprisches Containerschiff in der Strasse von Hormus.

Hältst du die erneuten USA-Angriffe auf den Iran für gerechtfertigt?

Die USA rechtfertigten die Schläge mit der Notwendigkeit, Irans Fähigkeit zum Angriff auf Handelsschiffe einzuschränken, so «ZDFheute». Teheran reagierte seinerseits mit Attacken auf US-Militärziele in mehreren Golfstaaten.

Trump: «Sie sind Abschaum»

Iran erklärte daraufhin die Strasse von Hormus für gesperrt – «bis auf Weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Interventionen». Trump widersprach laut «ZDFheute»: Sie sei offen.

Beim Nato-Gipfel in Ankara stellte Trump die Mitte Juni vereinbarte Waffenruhe offen infrage. «Ich denke, es ist vorbei. Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie sind Abschaum», sagte der US-Präsident.

Mitte Juni hatten die USA und Iran eine 14-Punkte-Absichtserklärung unterzeichnet, um die Kampfhandlungen zu beenden, so «Tachles». Diese sollte binnen 60 Tagen zu einem dauerhaften Rahmenabkommen führen.

Experten warnen vor weiterer Eskalation

Der pensionierte US-Marineadmiral James Stavridis erklärte, die Bombardierungen könnten Irans Kontrolle über die Meerenge zwar einschränken, wie «Telepolis» berichtet. «Aber in diesem neuen Zeitalter der Drohnen kann man ihnen diese Fähigkeiten nicht vollständig nehmen», mahnte er.

Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz warnte seinerseits: Wolle Washington ein dauerhaftes Abkommen, müsse es akzeptieren, dass eine Rückkehr zum früheren Status quo unrealistisch sei, berichtet «Tachles». Andernfalls steige das Risiko einer erneuten Eskalation erheblich.

Parallel zu den Militärschlägen setzen die USA neue Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft, berichtet der «Tagesspiegel». Der Ölpreis reagierte prompt: Ein Barrel der Referenzsorte Brent legte am Montag um rund 4,5 Prozent auf 79,40 Dollar (etwa 64,21 Franken) zu.

USA und Iran kommen nicht voran

Auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel sagte Trump, der Iran habe ihn angerufen und wolle «unbedingt einen Deal», berichtet «Telepolis». Details zu dem angeblichen Telefonat nannte Trump jedoch nicht.

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USA treffen Iran mit Luftangriffen auf 140 Ziele. Trump kündigt weitere Schläge an - keystone

Trump drohte zudem mit weiteren Massnahmen: einer Seeblockade iranischer Häfen sowie Angriffen auf Kraftwerke und Meerwasserentsalzungsanlagen. Auch eine mögliche Übernahme der Ölinsel Charg stellte er in Aussicht.

Gespräche zwischen Vertretern der USA und Irans in Maskat, der Hauptstadt Omans, brachten zuletzt keinen Durchbruch, berichtet der «Tagesspiegel». Das Rahmenabkommen und sein weiteres Schicksal bleiben damit höchst ungewiss.

Kommentare

User #5438 (nicht angemeldet)

Trump nennt die Iraner "Abschaum". Das ist doch ganz genau das was er selber ist.

User #3892 (nicht angemeldet)

Die machtlosen und peinlichen EUropäer müssen zusehen

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