Regierung

Dominik Gresch erklärt Gründe für Kandidatur für Aargauer Regierung

Keystone-SDA Regional
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Zofingen,

Der Zofinger GLP-Stadtrat Dominik Gresch hat an einer Medienkonferenz offiziell seine Kandidatur als Aargauer Regierungsrat bekanntgegeben. «Regieren heisst: Budget verantworten, Menschen führen und Entscheidungen treffen, wenn es keinen Applaus gibt», sagte er am Montagmorgen in Aarau.

Der Zofinger GLP-Stadtrat Dominik Gresch möchte Aargauer Regierungsrat werden.
Der Zofinger GLP-Stadtrat Dominik Gresch möchte Aargauer Regierungsrat werden. - Rahel Bühler

Diese Tätigkeiten führe er seit zwölf Jahren als Stadtrat von Zofingen aus. Nun sei es an der Zeit, diese Fähigkeiten dem Aargau zur Verfügung zu stellen. Er kenne die kantonalen Themen. «Ich kandidiere nicht, weil ich ein Amt suche, sondern, weil ich glaube, meine Führungs- und Exekutiverfahrung am richtigen Ort einsetzen zu können».

Denn die anstehenden Aufgaben im Aargau seien gross, sagte Gresch. Und zählte die Gesundheitsversorgung, den Verkehr oder den Fachkräftemangel als Beispiele auf.

Im bürgerlich dominierten Grossen Rat hätten es linke Anliegen zuweilen schwer. Es sei herausfordernd für die Regierung, ihre Vorlagen zu vertreten, gab Gresch zu Bedenken. Es gebe aber Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. «Und die Mehrheitsverhältnisse können sich auch wieder ändern.»

Gresch ist 1975 geboren, verheiratet und hat zwei Töchter und zwei Stieftöchter. Nach der Schulzeit in Oftringen und Zofingen hat er internationale Beziehungen in Genf studiert. Aktuell arbeitet er beim Branchenverband Santésuisse.

Seit 2014 ist er Mitglied des Zofinger Stadtrates und verantwortet das Ressort Soziales. Seit 2021 ist er auch Teil des Grossen Rates. Im selben Jahr kandidierte er als Zofinger Stadtammann – verpasste das absolute Mehr aber und zog sich nach dem ersten Wahlgang zurück.

Mit Greschs Kandidatur ist nun klar: Das Aargauer Stimmvolk wird am 18. Oktober zwischen FDP und GLP wählen können. Denn die Kandidatur von Nationalrätin Maja Riniker ist bereits bekannt.

Die Wahl sei nicht einfach zu gewinnen, gab Gresch zu. Riniker sei als ehemalige Nationalratspräsidentin eine bekannte Politikerin und ihre Partei verteidige den Sitz seit Jahrzehnten. «Wir unterscheiden uns nicht in den Qualitäten, sondern in den Aufgaben. Maja Riniker hat das Parlament geleitet, ich habe regiert.» Am 18. Oktober werde kein Parlament gewählt, sondern ein Regierungsmitglied.

Offiziell hat die GLP Gresch noch nicht nominiert. Das soll am 9. August erfolgen, erklärte Parteipräsident Philippe Kühni an der Medienkonferenz.

Es sei an der Zeit, dass sich in der Aargauer Politik etwas ändere, ergänzte er: «Die FDP übernimmt stark die Positionen der SVP. Die Energiepolitik ist völlig ungenügend. Bei der Bildung und der Gesundheit wird sehr viel rückgängig gemacht.» Und vom Regierungsrat wünsche er sich ab und zu etwas mehr Mut.

Die Wahl vom 18. Oktober ist nötig, weil Landammann Stephan Attiger von der FDP seinen Rücktritt per Ende Jahr angekündigt hat. Greschs Kandidatur machte das SRF-Regionaljournal in der vergangenen Woche publik.

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