US-Unterhändler Witkoff und Kushner erstmals in Kiew

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    Keystone-SDA, Stephan Felder

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    Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sind die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner erstmals in Kiew eingetroffen.

    Steve Witkoff (l.) und Jared Kushner
    Steve Witkoff (l.) und Jared Kushner landen in Kiew. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Gesprächen mit Putin suchen die Gesandten nun Selenskis Unterstützung.
    • Die US-Vertreter wollen in Kiew über Wege zu einem Kriegsende sprechen.
    • Ihr Treffen mit Selenski folgt auf mehrstündige Verhandlungen in Moskau.

    Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sind die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner erstmals in Kiew eingetroffen.

    Sie wurden am Bahnhof der Stadt vom Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, begrüsst.

    Am Vortag hatten Witkoff und Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, in Moskau Gespräche über ein mögliches Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskriegs geführt. Dort sprachen sie fast drei Stunden mit Kremlchef Wladimir Putin.

    In Kiew war ein Treffen mit Selenskyj geplant. «Wir sind bereit für das Gespräch. Die Ukraine war und wird immer konstruktiv sein», schrieb der Präsident in den sozialen Netzwerken.

    «Wir sind daran interessiert, ein Ende des Krieges näherzubringen.» Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien und eine würdige Nachkriegsordnung. Insgesamt aber sind die Erwartungen in Kiew wie in Moskau an die neuen Vermittlungsbemühungen der USA gering.

    US-Unterhändler waren mehrfach in Moskau

    Witkoff und Kushner haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren für ihre Vermittlungsbemühungen aber noch nie in Kiew. Damit hatten sie bei Selenskyj für Unmut gesorgt. Im April kritisierte er, es sei respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen.

    Die jüngsten Aufnahmen aus Moskau vom Samstag dürften in Kiew nicht gut angekommen sein. Putin erklärte, dass Witkoff und Kushner inzwischen das Vertrauen der russischen Seite hätten. «Für uns ist die Zusammenarbeit mit ihnen komfortabel», sagte der Präsident. Witkoff sagte, die Treffen mit Putin gehörten für ihn zu den erinnerungswürdigsten überhaupt.

    Die «New York Times» hatte im Vorfeld berichtet, dass sich die Verhandlungen über die Reise wochenlang zogen.

    Die USA hätten darauf bestanden, dass die Ukrainer ihre Drohnenangriffe auf Moskau vorübergehend einstellen. Solange sich Witkoff und Kushner in Russland aufhalten.

    Die russischen Streitkräfte müssten ihre Raketenangriffe auf Kiew stoppen, schrieb die Zeitung. Putin ordnete eine dreitägige Waffenruhe für die ukrainische Hauptstadt an. Auch Selenskyj sagte zu, dass auf Angriffe auf Moskau bis einschliesslich Montag verzichtet werde.

    Anreise mit der Bahn aus Polen

    Nach dem Treffen in Moskau flogen die US-Unterhändler zurück auf EU-Gebiet und landeten in Rzeszow in Ostpolen. Von dort nahmen sie wie andere ausländische Politiker den Zug für den Besuch in Kiew.

    Witkoff und Kushner sind in der Trump-Regierung zuständig für die Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs. «Wir haben sie dorthin geschickt, um zu prüfen, ob wir etwas erreichen können.» Das hatte US-Präsident Donald Trump im Vorfeld gesagt. Er zeigte sich erneut optimistisch, dass dies gelingen könne.

    Zeichen stehen auf Eskalation

    Bisherige Bemühungen der USA um ein Ende des Ukraine-Kriegs haben allerdings noch keinen Durchbruch gebracht. Als Vermittler sass Washington bei direkten Gesprächen Moskaus und Kiews in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Genf am Tisch.

    Zuletzt lagen die Verhandlungen auf Eis – auch weil die USA durch ihren eigenen Krieg im Iran abgelenkt waren.

    In dem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stehen die Zeichen derzeit auf Eskalation. An der Front gibt es kaum Bewegung, gleichzeitig haben beide Seiten ihren Luft- und Seekrieg intensiviert.

    Moskau setzt vermehrt auf Angriffe mit den besonders schwer abzuwehrenden ballistischen Raketen. Auch in dem Wissen, dass es Kiew an Abwehrraketen mangelt. Die Ukraine hat ihre Angriffe vor allem mit Drohnen ins russische Hinterland stark ausgeweitet.

    Regelmässig nimmt sie Raffinerien und Logistikzentren von Online-Versandhändlern ins Visier. Im Juli sind UN-Beobachtern zufolge so viele Zivilisten ums Leben gekommen wie seit Jahren nicht mehr in einem Monat.

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    Kommentare

    User #1600 (nicht angemeldet)

    Schnee schaufeln in Kiew

    User #6245 (nicht angemeldet)

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