US-Küstenwache: Boote mit Kokain in Millionenwert gestoppt
Die US-Küstenwache hat vor Kolumbien drei Boote mit Drogen im Wert von 61 Mio. Dollar gestoppt. Die mutmasslichen Schmuggler wurden festgenommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Küstenwache hat vor Kolumbien drei Drogenboote gestoppt.
- Die Schmuggler sprangen ins Wasser und wurden von Helikoptern gerettet.
Immer wieder melden die USA mutmassliche Erfolge im Kampf gegen den Drogenschmuggel – diesmal soll es um tonnenweise Kokain gehen. Die Einsätze sind völkerrechtlich umstritten.
Die US-Küstenwache hat nach eigenen Angaben Drogenschmuggler mit Rauschmitteln im Wert von über 61 Millionen Dollar aufgegriffen. Die drei Boote seien vor der Küste Kolumbiens abgefangen worden, teilte die Behörde mit. Allein die fast 2,8 Tonnen Kokain an Bord haben demnach einen Wert von über 45 Millionen Dollar.
Relentless operations to stop narco-terrorism.@USCGSoutheast crews aboard CGC Tahoma and an embarked helicopter seized approximately 6,085 pounds of cocaine worth nearly $45.8 million Saturday after stopping three vessels off the coast of Colombia. The interdiction required… pic.twitter.com/5unto8ycBr
— U.S. Coast Guard (@USCG) May 14, 2026
Zwei Boote hätten den Befehlen der Küstenwache Folge geleistet, ein drittes sei durch Schüsse auf den Antrieb manövrierunfähig gemacht worden. Die mutmasslichen Drogenschmuggler seien daraufhin ins Wasser gesprungen und von der Crew des Helikopters gerettet worden. Wie die Küstenwache weiter mitteilte, wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand verletzt. Ein veröffentlichtes Video mit mutmasslichen Aufnahmen des Einsatzes zeigte zum Schluss drei brennende Boote.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump geht mit rigiden Mitteln gegen den Drogenhandel aus Süd- und Mittelamerika vor. Immer wieder gibt es Berichte über entsprechende Einsätze, häufig mit Todesopfern. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben in der Regel nicht.
Als rechtliche Grundlage für die Attacken führt die US-Regierung an, dass Drogenkartelle von ihr zu Terrororganisationen erklärt wurden. Kritiker zweifeln allerdings an, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.














