Onlyfans-Models schiessen gegen Erfolgsserie mit Sydney Sweeney
Sie räkelt sich vor der Kamera, verkleidet sich als Baby oder lutscht an ihrem Zeh: Die Szenen von Sydney Sweeney in «Euphoria» sorgen erneut für Ärger.

Das Wichtigste in Kürze
- Sydney Sweeneys Rolle in «Euphoria» erhitzt die Gemüter.
- Sie verkörpert Cassie, die mithilfe von Onlyfans Geld verdienen will.
- Nun kritisieren echte Onlyfans-Models die Szenen aufs Schärfste.
Diese Szenen sorgten für ordentlich Aufruhr!
Im April wurde die dritte Staffel der HBO-Hitserie «Euphoria» veröffentlicht. Die Vorfreude der Fans war gross. Doch nun sieht sich der Regisseur zunehmend mit Kritik konfrontiert. Von Sexismus und Frauenfeindlichkeit ist auf Social Media die Rede.
Onlyfans-Models rechnen mit Hitserie ab
Insbesondere die Szenen mit Schauspielerin Sydney Sweeney lösten Entsetzen aus. Die 28-Jährige verkörpert in der Serie die Rolle der Cassie, die mithilfe von Onlyfans Geld für ihre Hochzeit verdienen möchte.
Dafür verkleidet sie sich etwa als Hund oder auch als Baby, mit Nuggi und Windeln. In der neuesten Folge lutscht sie zudem an ihrem eigenen Zeh.
Die bizarren Szenen erhielten online harsche Kritik. Es sei «widerlich» und «ekelhaft», hiess es. Und nun zieht die Storyline rund um Sydney Sweeney alias Cassie auch noch den Zorn der echten Onlyfans-Models auf sich!
«Euphoria»-Szenen verfestigen Stereotypen
«Vieles daran ist einfach lächerlich und karikaturhaft», schimpft Sydney Leathers jetzt im Interview mit dem Magazin «Variety».
Einige der Szenen seien selbst auf Onlyfans nicht erlaubt. «Zum Beispiel die Age-Play-Sache, wo sie als Baby in einer Windel verkleidet ist», so die Content-Creatorin. Allein das sei schon empörend.
Auch Onlyfans-Model Maitland Ward kritisiert das Babykostüm und die Art und Weise, wie die Plattform in der Serie dargestellt wird.

«Dass sie sie in der heutigen Zeit als Baby verkleidet haben, um pornografische Inhalte für Onlyfans zu erstellen, ist mehr als nur beunruhigend», findet sie.
Es trage einmal mehr dazu bei, Stereotypen zu verfestigen, dass Sexarbeiterinnen keinen moralischen Kompass haben und alles für Geld tun würden.
«Und es gibt immer noch dieses falsche Stigma, dass Sexarbeit irgendwie gleichbedeutend mit Menschenhandel und sexuellem Missbrauch sei», so Ward weiter. «Dann haben sie einfach gesagt: ‹Lasst uns einen Witz daraus machen.› Das ist ja so witzig. Ich lache nicht.»
«So einfach funktioniert das nicht»
Alix Lynx, ein weiteres Onlyfans-Model, weist zudem darauf hin, dass hinter den Profilen oftmals harte Arbeit steckt. Doch in der Serie kommt das ganz anders rüber.
«Es wird so dargestellt, als ob man sich nur schick machen und verrückte Sachen anstellen müsste, um sofort Geld zu verdienen. Oder als ob man nur gut aussehen und grosse Brüste haben müsste, um sofort reich zu werden», sagt sie.
Und stellt klar: «Aber so einfach funktioniert das nicht. Man muss sich wirklich eine Fangemeinde aufbauen und diese pflegen.»
Frauen sexualisiert? Kritik an Regisseur
Sam Levinson, der Regisseur von «Euphoria» bekam nach den ersten Folgen der neuen Staffel bereits mächtig aufs Dach.

So wurde ihm auf X etwa vorgeworfen, besessen davon zu sein, Frauen zu demütigen. Er wisse nicht, wie man weibliche Charaktere schreibt, ohne sie zu sexualisieren, hiess es unter anderem.
Oder auch: «Sam Levinson bringt diese Mädchen immer wieder in wirklich extrem übergriffige Situationen, und zwar viel zu oft.»















