UN verurteilt US-Eingriff in Venezuela

Melsada Zec-Zejnic
Melsada Zec-Zejnic

USA,

UN-Experten werfen den USA nach Maduros Festnahme in Venezuela einen klaren Bruch des Völkerrechts vor.

in venezuela
Die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten löst weltweit politische und juristische Debatten aus. - keystone

Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen stuft die US-Intervention in Venezuela als klare Verletzung des Völkerrechts ein, wie «OHCHR» mitteilt. UN-Experten kritisieren vor allem den Souveränitätsbruch durch verdeckte Operationen und direkte Gewaltandrohungen.

US-Spezialeinheiten nahmen Präsident Nicolás Maduro und seine Frau in Venezuela fest. Beide befinden sich nun in New York, wo sie vor Gericht gestellt werden sollen, berichtet «ZDF heute».

Laut der «Tagesschau» feierte Präsident Trump den Einsatz auf Truth Social als eine «brillante» militärische Operation. Er begründete ihn mit Maduros angeblicher Diktatur und systematischer Korruption.

Völkerrechtler bestätigen schwere Verstösse in Venezuela

Völkerrechtsexperte Markus Krajewski betont den Bruch des Gewaltverbots aus Artikel 2 Absatz 4 der UN-Charta. Kein Selbstverteidigungsrecht habe die USA gedeckt, berichtet «ZDF heute».

Findest du es richtig, dass Präsident Maduro in den USA vor Gericht gestellt werden soll?

Regimewechsel durch bewaffnete Gewalt gelten möglicherweise sogar als Angriffskriege. Solche Aktionen schaffen gefährliche Präzedenzfälle, wie Krajewski für «ZDF heute» analysiert.

Die Festnahme Maduros verstösst gegen das Interventionsverbot. Experten sehen hier eine klare Überschreitung legitimer Grenzen.

Welt reagiert geteilt auf Krise

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnet die Situation als äusserst komplex. Er verlangt detaillierte Erklärungen direkt von Washington, so die «Deutsche Welle».

Vor dem Weissen Haus fanden Proteste gegen den Einsatz statt. Gleichzeitig jubelten Venezolaner in Buenos Aires über Maduros Sturz, wie «ZDF heute» schreibt.

in venezuela
Demonstranten protestieren am 5. Januar 2026 vor der Downing Street in London gegen das US-Vorgehen in Venezuela und fordern die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro. - keystone

Völkerrechtler Christoph Safferling fordert im Interview mit «ZDF heute» scharfe EU-Reaktion. Der UN-Charta-Bruch dürfe nicht folgenlos bleiben.

Gefahr für globale Rechtsordnung

Eine anhaltende US-Kontrolle über Venezuela birgt weiteres Völkerrechtsrisiko. Militärische Machtübernahmen bleiben absolut illegal.

Maduro galt trotz umstrittener Wahlen als faktisches Staatsoberhaupt. Seine Immunität bleibt nach Expertenmeinung stark debattiert, wie die «Tagesschau» berichtet.

Kommentare

User #6197 (nicht angemeldet)

Aha, aber die bösen Russen werden sanktioniert, die Amis bestraft man mit Mahnungen. UN, EU, Menschen- Völkergericht, alles nichts mehr wert und ungültig. Gesetze gelten für alle oder gar nicht.

User #2992 (nicht angemeldet)

Das dümmste an der Aktion ist, der Nachahmer Effekt. Präsidenten und Vertreter von Nationenund Politiker andere Lager sind somit ab Sofort ur Jagd freigegeben worden.

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