Zürich installiert elektronische Fahrverbots-Tafeln an Langstrasse
Ab Montag zeigen elektronische Anzeigetafeln das Tagesfahrverbot an der Zürcher Langstrasse an. Die neuen Wechselsignale sind deutlich grösser als die bisherigen. Das Stadtparlament bewilligte im Budget 2025 eine Million Franken dafür.

Ob die Automobilistinnen und Töfffahrer den wichtigsten Hinweis, den auf ein Tages-, statt ein Nachtfahrverbot erkennen werden, wird sich zeigen. Am Donnerstagmorgen waren Arbeiter noch mit dem Installieren und Ausprobieren der Wechselsignale beschäftigt, wie ein Reporter von Keystone-SDA beobachtete.
Das tagsüber geltende Fahrverbot auf der Langstrasse in Zürich wurde oft missachtet. Anfang 2024 versuchte die Stadt dem mit einer automatisierten Fahrzeugkontrollen und Bussen Einhalt zu bieten. In einem einzigen Monat stellte die Stadtpolizei damals 17'310 Bussen zu 100 Franken aus.
Weil es nicht darum gehe, möglichst viel Geld einzutreiben, sondern ein neues Verkehrsregime durchzusetzen, verteilte die Stadt später nur noch sporadisch Bussen. Im letzten Jahr kassierten noch mehr als 3000 Lenkerinnen und Lenker 100-Franken-Bussen.
Ob in Zukunft wieder mehr gebüsst wird, ist offen. Mit Verweis auf die Inbetriebnahme am Montag beantwortete die Sicherheitsdirektion am Donnerstag keine Fragen.
Die Stadt hatte Ende September 2023 das Projekt «autoarme Langstrasse» umgesetzt. Ziel war unter anderem, den Velos mehr Platz zu schaffen.
Seither darf der motorisierte Individualverkehr ein rund 60 Meter langes Teilstück der Strasse zwischen der Diener- und Brauerstrasse im Kreis 4 tagsüber in beiden Richtungen nicht mehr befahren. Zwischen 22 und 5.30 Uhr dürfen Autos und Töffs die ganze Strasse entlang fahren. Für Taxis gilt das Fahrverbot nicht.
Einen Antrag aus dem Parlament für ein Nachtfahrverbot und einen Kontrollautomaten prüft der Stadtrat derzeit noch.






