Gewalt

UN-Sicherheitsrat fordert sofortiges Ende der Gewalt in Myanmar

AFP
AFP

USA,

Der UN-Sicherheitsrat hat ein sofortiges Ende der Gewalt in Myanmar gefordert.

Die UN-Sondergesandte Christine Schraner Burgener
Die UN-Sondergesandte Christine Schraner Burgener - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Erklärung zu Umsetzung von Asean-Plan auf Druck Pekings und Moskaus abgeschwächt.

In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung riefen die Ratsmitglieder am Freitag zur Umsetzung eines vom Verband Südostasiatischer Staaten (Asean) vorgelegten Plans zur Beilegung der Krise auf. Sie schlossen sich damit auch der Forderung nach der Ernennung eines Myanmar-Gesandten der Asean-Staaten an.

Nach Angaben von Diplomaten wurde die Erklärung des Sicherheitsrats auf Drängen von Russland und Myanmars wichtigstem Verbündetem China abgeschwächt. Laut einem ersten Entwurf des Textes war vorgesehen, dass der Sicherheitsrat die «Gewalt gegen friedliche Demonstranten erneut scharf verurteilt» und das Militär in Myanmar zur «äussersten Zurückhaltung» aufruft. In der Endfassung des Textes fanden sich diese Passagen nicht wieder.

Es handelt sich um die vierte Erklärung des UN-Sicherheitsrats zu Myanmar seit dem Militärputsch in dem südostasiatischen Land Anfang Februar. Auch die vorherigen Stellungnahmen waren auf Druck Pekings abgemildert worden.

In der Erklärung vom Freitag wird die Militärjunta aufgerufen, einen Besuch der UN-Sondergesandten für Myanmar, Christine Schraner Burgener, zuzulassen. Schraner Burgener hatte den Sicherheitsrat zuvor über ihr Treffen mit Junta-Chef Min Aung Hlaing am Rande des Asean-Gipfels am vergangenen Wochenende in Vietnam informiert. Nach Diplomatenangaben lehnte der Militärmachthaber dabei ihre Bitte nach einer Einreiseerlaubnis erneut ab.

Das Militär hatte am 1. Februar in Myanmar die Macht an sich gerissen und damit eine zehnjährige Phase des demokratischen Wandels in dem Land vorerst beendet. Die Junta sieht sich seitdem massiven Protesten gegenüber. Armee und Polizei gehen mit brutaler Gewalt gegen Demonstranten vor. Nach Angaben von Aktivisten wurden seit dem Putsch fast 760 Zivilisten getötet.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

ads
211 Interaktionen
Grenze wieder offen
FCB
131 Interaktionen
Trainer-Knall

MEHR IN POLITIK

trump
14 Interaktionen
Washington
merz
9 Interaktionen
Berlin

MEHR GEWALT

gemeindeverwaltung belp
Belp BE
3 Interaktionen
Bern
1 Interaktionen
Politik
2 Interaktionen
Kanton Zürich

MEHR AUS USA

Donald Trump Natalie Harp
18 Interaktionen
Zu Weihnachten
2 Interaktionen
Miami/London
Jelena Rybakina
US Open
apple
46 Interaktionen
Ab 2166 Franken