Stadtrat Zürich muss die Taubenschläge ausbauen

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Das Stadtzürcher Parlament hat am Mittwoch den Stadtrat Zürich beauftragt, eine kreditschaffende Weisung für den Ausbau betreuter Taubenschläge vorzulegen.

    Um den Taubenbestand in der Stadt Zürich tierfreundlich zu regulieren, schlugen die Grünen betreute Taubenschläge vor. (Archivbild)
    Um den Taubenbestand in der Stadt Zürich tierfreundlich zu regulieren, schlugen die Grünen betreute Taubenschläge vor. (Archivbild) - KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

    Der Gemeinderat überwies eine entsprechende Motion der Grünen. Auslöser war ein Video über eine Taubentötung am Bahnhof Stadelhofen im Mai, das für grosse Empörung gesorgt hatte.

    Bisher tötete die Stadt jährlich bis zu 1727 Tauben, und auch das Fütterungsverbot brachte keinen Erfolg beim Versuch, die Zahl der Tauben einzudämmen.

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    Am Bahnhof Stadelhofen in Zürich werden Tauben eingefangen und anschliessend getötet. - Nau.ch-Leserreporter

    Die Motionärinnen Selina Walgis und Sibylle Kauer (beide Grüne) fordern nun das Konzept zur tierfreundlichen Regulierung. Durch gezielte Eientnahmen, bei denen auch Freiwillige helfen sollen, wird eine Reduktion der Population angestrebt.

    Die Kosten für dieses sogenannte Augsburger Modell muss der Stadtrat in seiner Vorlage ausarbeiten.

    Problem längerfristig lösen

    Die Ratslinke erachtete das Augsburger Modell als sinnvoll. «Wir müssen jetzt Geld in die Hand nehmen, um das Problem längerfristig zu lösen», sagte Moritz Bögli von der AL. Das bisherige Vorgehen sei nicht länger tragbar.

    «Der Vorstoss schlägt einen Weg vor, wie die Stadt Zürich zu einer gesunden Population kommt», sagte Mathias Egloff (SP). Es sei Zeit, mit den Taubenschlägen einen Schritt vorwärts zu machen, sagte Sibylle Kauer von den Grünen zum Thema.

    Es gäbe sicher auch eine günstigere Lösung, monierte hingegen die GLP. Ausserdem handele die Stadt bereits und die bestehenden drei Taubenstände seien ausreichend, warf Thomas Bühler von Die Mitte ein.

    Die FDP befürchtete zu hohe Kosten. Zudem sei das Problem damit nicht gelöst, dass die Tauben trotz Fütterungsverbot weiterhin von Menschen aus der Bevölkerung gefüttert würden.

    Mit einer knappen Mehrheit von 61 zu 53 Stimmen, wurde das Geschäft schliesslich an den Stadtrat überwiesen. Stadträtin Simone Brander (SP) sagte: «Wir stehen in den Startlöchern und sind bereit, die Motion umzusetzten.»

    Kommentare

    User #6020 (nicht angemeldet)

    hier sollte auch ausgemistet werden

    User #5890 (nicht angemeldet)

    die bestände von krankheitenschleudern wie tauben soll man durchaus regulieren!

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