Das ist das erste faltbare iPhone
Apple bringt ein faltbares iPhone auf den Markt. Es wird mindestens 2166 Franken kosten. Auch bei den neuen iPhones steigen die Preise.

Das Wichtigste in Kürze
- Apple hat sein faltbares iPhone vorgestellt.
- Es verfügt nicht über Face-ID, sondern wird mit dem Fingerabdruck entsperrt.
Wie erwartet hat Apple am Mittwochabend seine neuen iPhones vorgestellt. Mit dabei: das iPhone Duo, das erste faltbare Smartphone von Apple.
Aufgeklappt bietet das Duo einen 7,6-Zoll-Bildschirm. Damit ist der Screen rund 50 Prozent grösser als beim neuen iPhone 18 Pro Max und 80 Prozent grösser als beim iPhone 18 Pro. Der Bildschirm orientiert sich am iPad. Zudem soll die Faltstelle im Gegensatz zu den Konkurrenz-Modellen deutlich weniger sichtbar sein.
Die Kamera im inneren Bildschirm wurde unter der Display-Oberfläche versteckt. Zugleich musste Apple einige Kompromisse eingehen. So ist der optische Zoom auf 2x beschränkt.

Das Aussendisplay, das im gefalteten Zustand verwendet wird, ist 5,5 Zoll gross. Damit ist es rund 80 Prozent so gross wie beim iPhone 18 Pro. Auf beiden Bildschirmen kann der Apple Pencil benutzt werden – eine Neuerung beim iPhone.
Das Duo verfügt nicht wie andere Modelle über Face-ID. Dafür wird es mit dem Fingerabdruck entsperrt. Der Sensor dafür befindet sich an der Geräteseite. Alternativ kann es auch mit der Apple Watch entsperrt werden.
Auf dem neuen faltbaren iPhone können zwei Apps nebeneinander verwendet werden. Viele Applikationen werden dafür angepasst werden.

Mit einem Preis ab 2166 Franken ist es das bisher teuerste iPhone-Modell. Der erst seit wenigen Tagen amtierende neue Apple-Chef John Ternus geht mit dem iPhone Duo seine erste grosse Wette ein.
Konkurrenten hätten Falt-Telefone entwickelt, die sich wie «zwei aneinander geklebte Smartphones» anfühlten, begründete Ternus die Entscheidung für das Format.
Neue iPhones werden teurer
Bereits zuvor stellte Apple seine neuen iPhones vor: das 18 Pro und das 18 Max. Neben neuen Farben gibt es einen neuen Chip, ein besseres Kühlungssystem und Kamera-Verbesserungen.
Und auch die Preise steigen: Das iPhone 18 Pro gibt es ab 1199 Dollar, das Pro Max ab 1299 Dollar. Im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen ist das ein Anstieg von je 100 Dollar.
Vorstoss in die Nische
Faltbare Smartphones sind bisher nach wie vor eine Nischen-Kategorie – obwohl unter anderem Samsung, Huawei und Google mit seinen Pixel-Telefonen solche Geräte seit Jahren anbieten. Auf die Kategorie entfallen nach Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC nur gut zwei Prozent des weltweiten Smartphone-Absatzes.
IDC prognostiziert, dass Apple trotz des späten Starts binnen zwölf Monaten die Führung in dem Marktsegment übernehmen wird. 2027 werde Apple bei faltbaren Smartphones 31 Prozent des Marktes nach Stückzahlen und 44 Prozent beim Umsatz halten, sagt IDC voraus.
Aktuell führend sei Huawei. Vom chinesischen Konzern kommt demnach etwa jedes zweite verkaufte Auffalt-Smartphone – obwohl Huawei wegen US-Sanktionen keine Google-Dienste oder mit US-amerikanischer Beteiligung entwickelte Chips in seinen Geräten verwenden kann und damit weitgehend aus westlichen Märkten herausgedrängt wurde.
Teure Geräteklasse
International war zuletzt vor allem Samsung die treibende Kraft bei faltbaren Telefonen. Der südkoreanische Konzern versuchte im Sommer, dem Apple-Einstieg mit einem Gerät in einem ähnlichen Format zuvorzukommen, dem Galaxy Z Fold8 ab 1883 Franken. Zuvor setzte der jahrelang schärfste Apple-Rivale auf schmalere Modelle, die sich zu einem quadratischen Display auffalten.












