Der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Martin Griffiths, sieht eine Möglichkeit der humanitären Zusammenarbeit mit den Taliban in Afghanistan.
Martin Griffiths
Martin Griffiths, Uno-Sondergesandter für den Jemen. (Archivbild) - dpa

Der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Martin Griffiths, sieht eine Möglichkeit der humanitären Zusammenarbeit mit den Taliban in Afghanistan. «Die Bewegung, mit der wir heute hier konfrontiert sind, ist - wie viele Leute mir gesagt haben - nicht die Bewegung, die wir gesehen haben», sagte Griffiths am Dienstag nach seinem Besuch in Afghanistan am Wochenende.

Die militanten Islamisten seien nicht mehr so nach innen gerichtet wie vor 20 Jahren, als sie von der Macht vertrieben wurden.

«Sie sind auch viel eher bereit und engagierter, die Versprechen zu halten, die sie machen oder gemacht haben», so Griffiths. Einer der Anführer der Gruppe habe die Vereinten Nationen auch um Hilfe und Orientierung gebeten.

Der Nothilfekoordinator war angesichts der drohenden humanitären Katastrophe nach Kabul gereist. Griffiths bekräftigte dabei den Willen der internationalen Gemeinschaft, Afghanistan mit Hilfsgütern zu versorgen, wie es hiess. Die Vereinten Nationen hatten am Freitag eine hochrangig besetzte Hilfskonferenz für Afghanistan angekündigt. Das Treffen auf Ministerebene soll am 13. September in Genf stattfinden. Die UN brauchen 606 Millionen Dollar für die nächsten vier Monate.

Das Wichtigste in Kürze

  • Martin Griffiths sieht eine Möglichkeit der Zusammenarbeit mit den Taliban in Afghanistan.
  • Die militanten Islamisten seien nicht mehr so nach innen gerichtet wie vor 20 Jahren.

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