AfD

Umfrage in Deutschland: AfD fünf Punkte vor Christdemokraten

Keystone-SDA
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Deutschland,

Die rechtspopulistische deutsche Partei AfD hat in einer Umfrage ihren Vorsprung ausgebaut und liegt nun fünf Prozentpunkte vor den Christdemokraten von Kanzler Friedrich Merz.

ARCHIV - Alice Weidel und Tino Chrupalla, Bundesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der AfD. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild
ARCHIV - Alice Weidel und Tino Chrupalla, Bundesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der AfD. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild - Keystone/dpa/Michael Kappeler

Die Partei gewinnt im «Trendbarometer» der Forsa im Auftrag von RTL und ntv einen Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche und liegt bei 27 Prozent. Die christdemokratische Union (CDU und CSU) verliert zwei Punkte und kommt nun auf 22 Prozent.

Die Zufriedenheit mit Merz sinkt den Angaben zufolge auf einen neuen Tiefpunkt. Laut den veröffentlichten Ergebnissen sind nur noch 15 Prozent mit der bisherigen Arbeit des konservativen Regierungschefs zufrieden – eine Verschlechterung um drei Punkte gegenüber der Vorwoche. 83 Prozent antworten auf eine entsprechende Frage mit Nein.

Das Meinungsforschungsinstitut hat für das «Trendbarometer» vom 21. bis zum 27. April 2.503 Menschen befragt, die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.

Die vergangene Woche war vom Ringen der seit knapp einem Jahr regierenden Koalition von Christ- und Sozialdemokraten um Reformen geprägt. Im Fokus steht etwa ein Sparpaket für die Krankenversicherung. Zudem sorgte Merz mit einer umstrittenen Aussage zur gesetzlichen Rente als «Basisabsicherung» für Aufregung.

Auf dem dritten Platz in der Wählergunst bei Forsa liegen die Grünen mit 15 Prozent (stabil gegenüber der Vorwoche). Die mit der Union regierende sozialdemokratische SPD erreicht unverändert 12 Prozent; sie liegt damit gleichauf mit der Linken, die einen Punkt zulegen kann. Die wirtschaftsliberale FDP kommt auf vier Prozent und liegt damit unter der Fünf-Prozent-Hürde zum Einzug ins Parlament, die sonstigen Parteien zusammen auf acht Prozent.

Zuletzt stand die AfD auch in Umfragen mehrerer anderer Institute auf Platz eins. Eine am Wochenende veröffentlichte Insa-Erhebung für «Bild am Sonntag» sah die Partei bei 28 Prozent, vier Punkte vor der Union. Im vor gut eineinhalb Wochen veröffentlichten ZDF-«Politbarometer» der Forschungsgruppe Wahlen war der Vorsprung mit 26 zu 25 Prozent noch deutlich knapper.

Bei Forsa lag die AfD im vergangenen September schon einmal bei 27 Prozent, damals war die Union mit 24 Prozent aber noch stärker als jetzt.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. ntv gibt für das aktuelle «Trendbarometer» eine statistische Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten an. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Die nächste Wahl zum Bundestag, dem deutschen Parlament, steht im Jahr 2029 an.

Kommentare

User #4344 (nicht angemeldet)

Zu sehen wie Trump die USA ruiniert und gleichzeitig das deutsche Pendant mit schweizer Wohnsitz zu wählen, zeugt eher nicht von Weitsicht.

User #6249 (nicht angemeldet)

Merz wollte AFD halbieren, nun hat er diese mehr als verdoppelt! In DE der unbeliebteste Kanzler! Niemand ist so unbeliebt!

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