Urner Regierung lehnt Kandidatur für Special Olympics ab
Die Urner Regierung lehnt eine Kandidatur des Kantons Uri für die National Winter Games 2032 ab. Für den Wintersportanlass für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung fehle es im Kanton an der nötigen Infrastruktur, schrieb er in seiner Antwort auf ein Postulat.

Es gebe zu wenige geeignete und bezahlbare Unterkünfte in der Nähe der Wettkampforte, hiess es in der am Dienstag veröffentlichten Antwort. Auch bei den Sportanlagen bestünden Lücken, sodass Uri auf andere Kantone angewiesen wäre. Zudem verweist die Exekutive auf die Kosten. Ohne hohe finanzielle Unterstützung und eine Trägerschaft über die Kantonsgrenzen hinaus erscheine eine Austragung «finanziell und infrastrukturell unrealistisch».
Landrat Noel Baumann (GLP) sowie Mitunterzeichnende aus SP und FDP hatten den Regierungsrat aufgefordert, die Durchführung des Wintersportanlasses zu prüfen. Aus Sicht der Postulanten böte der Anlass die Chance, die Inklusion von Menschen mit Behinderung «sichtbar zu stärken», Sportangebote «nachhaltig zu fördern» und zusätzliche touristische Wertschöpfung zu schaffen.
Die National Winter Games sind der grösste nationale Wintersportanlass für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Der Anlass findet in der Regel alle vier Jahre statt. Die nächsten Spiele werden im März 2028 in Chur ausgetragen.
Das Kantonsparlament wird das Geschäft voraussichtlich an der nächsten Session im Mai beraten.










