Ukraine will Atomkraft massiv ausbauen

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Kurz vor dem 40. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl hat die Ukraine einen massiven Ausbau der Atomenergie angekündigt.

ARCHIV - Denys Schmyhal, damals Verteidigungs-, heute Energieminister, spricht im Sitzungssaal des Parlaments in Kiew. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren gegen eine russis...
ARCHIV - Denys Schmyhal, damals Verteidigungs-, heute Energieminister, spricht im Sitzungssaal des Parlaments in Kiew. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren gegen eine russis... - Keystone/AP/Vadym Sarakhan

«Unser Ziel ist eine Nennleistung von 25 Gigawatt an Atomenergieerzeugung bis 2050», schrieb Energieminister Denys Schmyhal auf seinem Telegramkanal. Das Atomkraftwerk Chmelnyzkyj in der Westukraine soll dabei zusätzlich zu den in Betrieb befindlichen zwei Reaktoren vier weitere erhalten. Die Steigerung der Atomenergieproduktion bilde die «Grundlage der neuen Energiearchitektur der Ukraine», fügte er hinzu.

Ein Ausbau auf 25 Gigawatt entspricht dabei fast einer Verdopplung der vorhandenen Kapazitäten. Aktuell könnten in der Ukraine vier Atomkraftwerke mit 15 Reaktoren sowjetischer Bauart und einer Nennleistung von mehr als 13 Gigawatt Strom liefern. Zuletzt wurden 2004 in den AKWs Riwne und Chmelnyzkyj neue Blöcke in Betrieb genommen. Der älteste Reaktor läuft seit 1980. Das mit einer Nennleistung von sechs Gigawatt grösste Atomkraftwerk Europas im Gebiet Saporischschja ist jedoch seit 2022 von russischen Truppen besetzt. Diese sechs Reaktoren liegen aus Sicherheitsgründen still.

Am 26. April 1986 explodierte in der Nordukraine der Reaktor vier des damals sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl. Seitdem sind grosse Landstriche der Ukraine und der Nachbarstaaten Belarus und Russland radioaktiv belastet. Mehr als 100.000 Menschen mussten zwangsumgesiedelt werden. Experten gehen von Zehntausenden Todesfällen aus.

Seit 2022 wehrt sich die Ukraine gegen eine russische Invasion. Moskau versucht, mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Energieanlagen die Stromversorgung des Landes zu stören. Die Atomkraftwerke wurden bisher nicht direkt angegriffen. Es gab jedoch mehrfach Einschläge bei nahen Umspannwerken, weshalb Kernreaktoren heruntergefahren werden mussten.

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Kommentare

User #4995 (nicht angemeldet)

Für Uran sind dann die Russen gut genug.

User #5054 (nicht angemeldet)

Haha...mit Uran aus RU

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