Über 40 Schweizer Prominente fordern Festhalten an AKW-Neubauverbot
Über 40 Persönlichkeiten aus Kultur, Sport und Wissenschaft rufen den Nationalrat dazu auf, am Verbot für den Bau neuer Atomkraftwerke festzuhalten.

Das Wichtigste in Kürze
- Ende April wurde beschlossen, AKW-Neubauten grundsätzlich wieder zuzulassen.
- Dieser Entscheid kommt nicht bei allen gut an.
- Über 40 Schweizer Promis rufen den Nationalrat dazu auf, am Verbot festzuhalten.
Neue AKW seien zu teuer, zu riskant und würden die Abhängigkeit vom Ausland erhöhen, heisst es in ihrem Appell.
Der Nationalrat solle bei seiner Beratung die Aufhebung des AKW-Neubauverbots ablehnen. Dies fordern die über 40 Persönlichkeiten in einem am Donnerstag veröffentlichten Appell.
Dessen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie beschloss erst Ende April mit 13 zu 12 Stimmen, AKW-Neubauten grundsätzlich wieder zuzulassen.
Im Appell wird festgehalten, dass der Bau neuer AKW mit Kosten von mindestens 25 Milliarden Franken verbunden wäre.
Diese müssten von der Bevölkerung über Steuern und Strompreise getragen werden. Zudem würde sich die Schweiz von Uran-Importen aus Ländern wie Russland und Kasachstan abhängig machen.
Zu den Erstunterzeichnenden des Appells gehören unter anderem Kulturschaffende wie Dodo, Pedro Lenz und Franz Hohler.
Aber auch die OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder, die Schriftsteller Peter Stamm und Jonas Lüscher und der Filmemacher Samir gehören dazu. Auch die Co-Präsidentin der Klimaseniorinnen, Anne Mahrer sowie die Kabarettistin Lisa Christ signierten den Aufruf.

















