Russlands Aussenminister Lawrow: Verhandlungen ja – Feuerpause Nein
Moskau ist nach den Worten von Aussenminister Sergej Lawrow zu Verhandlungen mit Kiew bereit, nicht aber zu einer gleichzeitigen Feuerpause in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der russischen Regierung mangele es nicht an gutem Willen, sagte er nach Angaben der Staatsagentur Tass am Rande des Brics-Gipfels in Neu-Delhi. «Wir sind nach wie vor zu Verhandlungen bereit, aber für die Dauer der Verhandlungen wird die Militäroperation nicht ausgesetzt.»

Er bekräftigte Moskaus Gesprächsangebot an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. «Wenn er sich treffen möchte – soll er doch kommen», erneuerte er die Einladung an Selenskyj, zu Verhandlungen nach Moskau zu kommen. «Das ist bereits eine enorme Geste des guten Willens unsererseits.»
Selenskyj hat dieses Angebot, das ihm Kremlchef Wladimir Putin schon vor Monaten unterbreitet hatte, bereits kategorisch abgelehnt.
Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow lud Selenskyj zu Gesprächen in die russische Hauptstadt ein. «Wenn er wirklich mit (Wladimir) Putin sprechen will, soll er doch nach Moskau kommen», sagte Peskow in Neu-Delhi nach Angaben der Staatsagentur Tass zu Spekulationen über ein mögliches Treffen der beiden Präsidenten beim G20-Gipfel in Miami im Dezember. Die Ukraine ist nicht Mitglied der G20.
Die USA bemühen sich aktuell darum, die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew wieder in Gang zu bekommen. Unter anderem wird über einen Dreiergipfel von Putin und Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump spekuliert.














