Trump: Freue mich auf Lukaschenko bei Treffen von Friedensrat

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USA,

Donald Trump sorgt mit einem ungewöhnlichen Schritt für Kritik. Der US-Präsident dankt dem autoritären Machthaber Alexander Lukaschenko «herzlichst».

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Lukaschenko rechnet mit der baldigen Stationierung russischer Oreschnik-Raketen in Belarus. - Keystone

US-Präsident Donald Trump hat dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko «herzlichst» für die jüngste Freilassung von 250 politischen Gefangenen gedankt. Er freue sich darauf, mit Lukaschenko am nächsten Treffen des Friedensrats teilzunehmen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die EU hatte ihre Sanktionen gegen das autoritär regierte Belarus erst kürzlich um weitere zwölf Monate verlängert.

Der von Trump ins Leben gerufene Friedensrat hat aktuell nach eigenen Angaben 28 Mitglieder, zu denen auch Belarus gehört. Kritiker lehnen den Friedensrat als Angriff auf die Vereinten Nationen ab. Das umstrittene Gremium ist auf Trump zugeschnitten und gilt – anders als die UN – nicht als unparteiisch.

Die Freilassung der politischen Gefangenen im März erfolgte nach Gesprächen mit einer US-Delegation unter Leitung des Sondergesandten John Coale. Er wolle Lukaschenko dafür seinen «herzlichsten Dank» ausdrücken, schrieb Trump nun.

Im Gegenzug für die Freilassung hoben die USA bereits mehrere Sanktionen gegen mehrere belarussische Firmen und Institutionen auf. Coale hatte auch davon gesprochen, dass es Vorbereitungen für einen möglichen Besuch Lukaschenkos gebe.

Immer noch zählen Bürgerrechtler in Belarus bis zu 1.400 politische Häftlinge. Der Langzeitherrscher Lukaschenko ist der engste Verbündete von Kremlchef Wladimir Putin. Er hatte sein Land 2022 auch als Aufmarschgebiet für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zur Verfügung gestellt.

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