Krieg

Trump bezeichnet Krieg mit Iran als «kleinen Umweg»

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

US-Präsident Donald Trump verharmlost den Krieg mit dem Iran als «Umweg» – doch Umfragen zeigen, dass viele Amerikaner das anders sehen.

Trump iran krieg
Gesetzliche Frist endet: Trump erklärt den Iran‑Krieg für beendet. - keystone

Bei einer Veranstaltung in Las Vegas hat US-Präsident Donald Trump den laufenden Krieg mit dem Iran als «kleinen Umweg» abgetan.

«Wir übertreffen alle Rekorde und das trotz unseres kleinen Umwegs durch das reizende Land Iran», sagte Trump laut «web.de».

Spielen Rohstoffinteressen eine zentrale Rolle im aktuellen USA-Iran-Konflikt?

Gleichzeitig rechtfertigte er den Militäreinsatz mit den Worten: «Aber wir mussten es tun, denn sonst hätten schlimme Dinge passieren können.» Trump spielte damit auf das iranische Atomprogramm an.

Mehrheit der Amerikaner zweifelt am Krieg

In einer aktuellen Ipsos-Umfrage gaben 51 Prozent der befragten US-Bürger an, der Iran-Krieg sei angesichts seiner Kosten nicht zu rechtfertigen. Nur rund ein Viertel der Befragten vertrat die gegenteilige Ansicht, meldet «web.de».

Besonders aufschlussreich ist eine weitere Erhebung. In einer Quinnipiac-Umfrage äusserten sich 65 Prozent der Teilnehmer, Trump trage die Verantwortung für den Benzinpreisanstieg infolge der Hormus-Blockade.

Selbst unter Trump-Wählern lehnten 58 Prozent sein Vorgehen im Iran-Konflikt ab.

Wirtschaftliche Folgen für Deutschland

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) warnt laut eindringlich vor den Auswirkungen auf Deutschland, schreibt «ZDF heute».

«Dieser Krieg hat eine massive Auswirkung auf unser Wachstum und auf die wirtschaftliche Stärke», sagte er in Washington.

klingbeil krieg iran
Lars Klingbeil sagte in Washington, der Krieg habe erhebliche Auswirkungen auf das Wachstum und die wirtschaftliche Stärke Deutschlands. - keystone

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel bezeichnete die Strasse von Hormus laut der «Rheinpfalz» als «Achillesferse der Weltwirtschaft». Er sehe derzeit jedoch keinen direkten Weg in eine Rezession.

Westliche Partner beraten in Paris

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reiste am Freitag nach Paris, meldet «ZDF heute». Er wird mit Frankreich und Grossbritannien über eine mögliche Schutzmission für die Meerenge zu beraten.

Voraussetzung für eine deutsche Beteiligung sei laut «Handelsblatt» ein internationales Mandat sowie ein Ende der Kampfhandlungen.

Ob die USA und der Iran bald wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren, ist weiter offen. Trump stellte laut «ZDF heute» ein mögliches neues Treffen der Delegationen bereits für dieses Wochenende in Aussicht.

Kommentare

User #3637 (nicht angemeldet)

Trump rächt sich für seine Abwahl nach 4 Jahren.

User #3215 (nicht angemeldet)

Andrea Geissbühler, SVP: „Trump tut, was er versprochen hat - das ist selten.“

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