Tote und Verletzte an Weihnachten in der Ukraine

Keystone-SDA
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Bern,

Russland hat die Ukraine auch an Weihnachten mit Luftangriffen auf die Energieinfrastruktur überzogen und Tod und Zerstörung über das Land gebracht. In der Region Odessa am Schwarzen Meer meldeten die Behörden nach russischen Drohnenangriffen einen Toten und zwei Verletzte. An der Hafen- und Energieinfrastruktur gebe es Schäden. Im Gebiet Charkiw nahe der russischen Grenze gab es bei Angriffen Behörden zufolge einen Toten und 15 Verletzte. Im Gebiet Tschernihiw starben zwei Menschen bei einem Drohnenangriff an Heiligabend.

Ein Sanitäter evakuiert eine ältere Bewohnerin, nachdem eine russische Drohne ein Wohnhaus getroffen hat. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa/Archiv
Ein Sanitäter evakuiert eine ältere Bewohnerin, nachdem eine russische Drohne ein Wohnhaus getroffen hat. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa/Archiv - Keystone/AP/Efrem Lukatsky

«Das Gebiet Tschernihiw erlebte Weihnachten unter Beschuss. Leider starben zwei Menschen. Zwei weitere wurden verletzt», teilten die Behörden am Morgen mit. Das ukrainische Energieministerium informierte über zahlreiche Notabschaltungen und Stromausfälle im Land nach den russischen Angriffen.

Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr griff Russland in der vergangenen Nacht mit 131 Drohnen an, 106 davon seien unschädlich gemacht worden. Es habe 22 Einschläge von Drohnen an 15 Stellen im Land gegeben. Die ukrainische Führung wirft Moskau Terror an Weihnachten vor. Wegen der Ausfälle von Strom und Heizung jetzt in der kalten Jahreszeit ist die Lage für viele Menschen in dem Land besonders bedrohlich.

Auch das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von mehr als 100 ukrainischen Drohnen. Kiew wehrt sich damit gegen den russischen Angriffskrieg. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff seien drei Männer eines humanitären Hilfskonvois aus der russischen Teilrepublik Dagestan getötet worden, teilte Republikchef Sergej Melikow bei Telegram mit. Ein Verletzter sei ins Krankenhaus gebracht worden.

Demnach wollten die Helfer, die in der russischen Grenzregion zur Ukraine unterwegs waren, Bedürftigen mit zwei Lastwagen humanitäre Hilfsgüter bringen. Zum genauen Ort des Vorfalls machte Melikow keine Angaben.

Russland, das Weihnachten nach orthodoxem Brauch, erst am 7. Januar feiert – wie auch weiter viele orthodoxe Christen in der Ukraine -, hatte eine Waffenruhe an den Festtagen abgelehnt. Mit den Angriffen will die russische Führung Kiew auch zwingen, sich auf ein Friedensabkommen zu Moskaus Bedingungen einzulassen. Die Ukraine sieht Moskaus Forderungen als Aufruf zur Kapitulation.

Russland überzieht die Ukraine inzwischen seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.

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Kommentare

User #6236 (nicht angemeldet)

Bis 2023 feierte auch die Ukraine (bzw. die ukrainisch-orthodoxe Kirche ) - genau wie Russland - Weihnachten am 6. und 7. Januar. Dann erst beschloss - in bewusster Abkehr vom russischen Datum - das Parlament, den 25. Dezember zum einzigen Feiertag zu machen. Die Umstellung wurde durch die Einführung des neujulianischen Kalenders durch die größten Kirchen des Landes, die Orthodoxe Kirche und die Griechisch-Katholische Kirche, vorangetrieben. Dennoch feiern die meisten Ukrainer - wie schon immer gewohnt - Weihnachten erst am 7. Januar.

User #5374 (nicht angemeldet)

Boris Johnson hat 1‘000‘000.- EUro erhalten dafür das er die Friedensverhandlungen abgelehnt hat und scheitern liess! Er hat nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei.

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