Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist im laufenden Wintersemester nur geringfügig gestiegen.
Studenten in einem Hörsaal
Studenten in einem Hörsaal - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Statistikamt: Gründe sind Demografie und Pandemie.

Mit 2.947.500 eingeschriebenen Studenten blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. In den vergangenen 14 Jahren war die Zahl kontinuierlich und spürbar gestiegen - diese Entwicklung wurde nun vorerst gebremst.

Im Vergleich zum Wintersemester 2020/2021 sind an den Universitäten und gleichrangigen Hochschulen derzeit zwei Prozent weniger Studenten eingeschrieben. Fachhochschulen verzeichneten in dem Zeitraum hingegen eine Steigerung von drei Prozent. Einen Anstieg gab es zudem an Verwaltungsfachhochschulen mit einem Plus von fünf Prozent und Kunsthochschulen mit einem Plus von zwei Prozent.

Laut den Statistikern hängt der allgemein gebremste Anstieg mit der längerfristigen Entwicklung der Zahl der Studienanfänger zusammen. Diese sank das vierte Jahr in Folge. Im gesamten Jahr 2021 begannen 472.100 Erstsemester ihr Studium. Das waren vier Prozent weniger als 2020 und acht Prozent weniger als 2017. Die höchste Zahl der Erstsemester hatte es 2011 mit 518.700 gegeben, nachdem die Wehrpflicht ausgesetzt worden war und in mehreren Bundesländern zwei Jahrgänge gleichzeitig ihr Abitur abgelegt hatten.

Als Gründe für die rückläufige Entwicklung bei den Erstsemestern seit 2017 gaben die Statistiker die Demografie und die Corona-Pandemie an. Infolge der Pandemie ging 2020 die Zahl der ausländischen Studenten um 22 Prozent zurück. Parallel dazu verkleinerte sich in den vergangenen vier Jahren die Bevölkerungsgruppe der 17- bis 22-Jährigen um fünf Prozent. Diese Altersgruppe macht rund drei Viertel der Erstsemester aus.

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