In Myanmar wurden kürzlich vier Häftlinge hingerichtet, darunter ein politischer Aktivist. Der Staatenbund Asean hat die Hinrichtung nun verurteilt.
Porträts der beiden Hingerichteten in Myanmar
Porträts der beiden Hingerichteten in Myanmar - Myanmar?s Military Information Team/AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Myanmar wurden vier inhaftierte Oppositionelle hingerichtet.
  • Die Staatengemeinschaft Asean hat die nun als «höchst verwerflich» verurteilt.
  • Asean kritisiert den «mangelnden Willen» der Junta zum Dialog mit Oppositionellen.

Die südostasiatische Staatengemeinschaft Asean hat die Hinrichtungen von vier Häftlingen in Myanmar als «höchst verwerflich» verurteilt. Die Staatengemeinschaft sei angesichts der vollstreckten Todesurteile «extrem besorgt», heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme Kambodschas, das derzeit den Asean-Vorsitz innehat.

Die Staatengemeinschaft wirft der in Myanmar herrschenden Militärjunta «fehlenden Willen» vor, den von der Staatengemeinschaft geforderten Dialog zwischen dem Militär und den Oppositionellen aufzunehmen. Die zehn Asean-Staaten, zu denen auch Myanmar zählt, hatten im April 2021 einen Fünf-Punkte-Plan verabschiedet. Dieser fordert unter anderem ein Ende der Gewalt und einen «konstruktiven Dialog». Seitdem kommt es jedoch weiter regelmässig zu Gewalt.

Der Asean-Verband umfasst zehn Länder. Neben Myanmar und Kambodscha gehören ihm Indonesien, Thailand, Singapur, Malaysia, Philippinen, Vietnam, Laos und Brunei an.

Demokratie-Aktivist in Myanmar hingerichtet

Die staatliche myanmarische Zeitung «Global New Light of Myanmar» hatte am Montag berichtet, dass vier Gefangene wegen «brutaler und unmenschlicher Terrorakte» hingerichtet worden seien, unter ihnen ein früherer Abgeordnete und ein Demokratie-Aktivist. Es waren die ersten Hinrichtungen seit 1988. UN-Rechtsexperten befürchten, dass weitere Todesurteile vollstreckt werden könnten.

Das Militär hatte in Myanmar im Februar 2021 die gewählte Regierung unter Suu Kyi gestürzt. Seitdem wurden nach Informationen örtlicher Gruppen mehr als 2000 Menschen im Land getötet.

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