Nach der Parlamentswahl in Norwegen haben sich die Sozialdemokraten und die Zentrumspartei auf die Bildung einer Minderheitsregierung geeinigt.
Der Chef der Arbeiterpartei, Jonas Gahr Störe
Der Chef der Arbeiterpartei, Jonas Gahr Störe - NTB/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Regierung soll nächsten Donnerstag stehen.

Beide Parteien seien «bereit, am kommenden Donnerstag eine Regierung zu bilden», sagte der Chef der Arbeiterpartei und wahrscheinliche nächste Ministerpräsident Jonas Gahr Störe am Freitag. Die Zwei-Parteien-Koalition kommt nur auf 76 Sitze im 185-köpfigen norwegischen Parlament und wäre auf Verhandlungen mit der Opposition angewiesen, um Gesetze zu verabschieden.

Das politische Programm wollen beide Parteien am Mittwoch vorstellen, sagte Störe vor Reportern zusammen mit Trygve Slagsvold Vedum, dem Vorsitzenden der Zentrumspartei. Vedums Partei vertritt traditionell die Interessen des ländlichen Raums.

Zusammen mit der Sozialistischen Linkspartei hatten Arbeiter- und Zentrumspartei bei der Wahl im September eine absolute Mehrheit errungen. Bei der Abstimmung wurde die seit acht Jahren von Erna Solberg geführte konservative Regierung abgewählt.

In den Sondierungen zwischen den drei Gewinnern traten jedoch tiefe Differenzen zutage, insbesondere in der Frage des Umgangs mit der wichtigen Ölindustrie des Landes. Die Sozialistische Linkspartei zog sich daraufhin aus den Verhandlungen zurück.

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