Vier Wochen vor der Bundestagswahl liegt die SPD im «Sonntagstrend» zum ersten Mal seit Februar 2017 vor der Union.
Union und SPD liegen erstmals seit April 2017 in der Wählergunst wieder gleichauf. Foto: Arne Dedert/dpa
Union und SPD liegen erstmals seit April 2017 in der Wählergunst wieder gleichauf. Foto: Arne Dedert/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Erstmals seit 2017 liegt die SPD in der Wählergunst vor der Union.
  • Die SPD kommt gemäss einer Umfrage auf 24 Prozent, die Union nur noch auf 21 Prozent.
  • Die Grünen stehen bei 17%, die FDP bei 13%, die AfD bei 11% und die Linke bei 6%.

In der Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut Insa jede Woche für die «Bild am Sonntag» erhebt, gewinnen die Sozialdemokraten zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche hinzu und kommen nun auf 24 Prozent - das höchste Ergebnis im «Sonntagstrend» seit September 2017. Die Union hingegen verliert einen Punkt und kommt auf 21 Prozent - den niedrigsten Wert, den Insa jemals für die Union gemessen hat.

Die Grünen bleiben stabil bei 17 Prozent, die FDP stabil bei 13 Prozent. AfD (elf Prozent) und Linke (sechs Prozent) verlieren jeweils einen Punkt. Die sonstigen Parteien würden in dieser Woche acht Prozent der Stimmen auf sich vereinen können (plus ein Prozent).

CSU-Chef Markus Söder zusammen mit Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Michael Kappeler/dpa
CSU-Chef Markus Söder zusammen mit Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Michael Kappeler/dpa - dpa-infocom GmbH

Aktuell wären damit fünf Dreierbündnisse möglich: Vier mit einem Kanzler Olaf Scholz (SPD) und eines mit einem Kanzler Armin Laschet (CDU). Die SPD hätte im Bundestag Mehrheiten mit einem Ampel-Bündnis (SPD, Grüne, FDP), einer Deutschland-Koalition (SPD, CDU/CSU und FDP), einer Kenia-Koalition (SPD, CDU/CSU und Grüne) und einem rot-rot-grünen Bündnis (SPD, Grüne und Linke). Die Union könnte demnach nur mit einem Jamaika-Bündnis (CDU/CSU, Grüne und FDP) die eigene Kanzlerschaft retten.

Laschet (CDU) stürzt als Kanzlerkandidat weiter ab

Der Abwärtstrend für die Union setzt sich auch bei den persönlichen Umfragewerten der Kanzlerkandidaten fort. Bei einer Direktwahl würden in dieser Woche nur noch zehn Prozent der Befragten für Laschet stimmen, das sind zwei Prozentpunkte weniger als vor einer Woche.

Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock gewinnt einen Punkt hinzu und kommt in dieser Woche auf 14 Prozent. SPD-Kandidat Olaf Scholz verliert zwar drei Punkte, liegt aber mit 31 Prozent weiter deutlich vor seinen beiden Kontrahenten. 36 Prozent würden keinen der drei Kandidaten wählen.

Laschet, Baerbock, Scholz (v.l.)
Laschet, Baerbock, Scholz (v.l.) - POOL/AFP/Archiv

Ein genauerer Blick in die Wahldaten zeigt, dass Laschet die Wählerinnen und Wähler, die 2017 noch für die CDU unter Merkel gestimmt haben, nicht halten kann. Nur 49 Prozent der Unions-Wähler aus der vergangenen Bundestagswahl haben vor, auch im September wieder die Union zu wählen. 18 Prozent wandern an die SPD, 13 Prozent an die FDP und zwölf Prozent an die Grünen.

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