Ukraine-Krieg: Selenskyj bietet Putin direkte Friedensgespräche an

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«Ich schlage Ihnen ein Treffen vor»: Selenskyj hat Putin in einem offenen Brief direkte Friedensgespräche angeboten – als ersten Schritt eine Waffenruhe.

ARCHIV - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild
ARCHIV - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild - Keystone/dpa/Michael Kappeler

Das Wichtigste in Kürze

  • Selenskyj schlug Putin in einem offenen Brief direkte Gespräche und eine Waffenruhe vor.
  • Als neutrale Gesprächsorte nannte er die Schweiz, die Türkei oder arabische Staaten.
  • Moskau bestand darauf, dass Selenskyj nach Moskau kommen solle, wenn er reden möchte.

Vor dem Hintergrund stockender US-amerikanischer Vermittlungen hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem offenen Brief an den russischen Staatschef Wladimir Putin gewandt und direkte Friedensgespräche angeboten. «Ich schlage Ihnen ein Treffen vor», hiess es in dem vom Präsidentenbüro in Kiew veröffentlichten Schreiben. Die Staatsführer sollten die «Schlüsselfragen» selbst besprechen. Kiew und Moskau als Ort für die Unterredungen schloss Selenskyj dabei aus. Als Alternativen nannte er die Schweiz, die Türkei oder einen der arabischen Staaten.

Siehst du ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges?

Der Brief wurde während einer Pressekonferenz Putins für internationale Journalisten im Rahmen des Wirtschaftsforums in St. Petersburg veröffentlicht. Als ersten Schritt schlug Selenskyj darin eine Waffenruhe entlang der jetzigen Frontlinie vor, die von den Vereinigten Staaten überwacht werden soll. Dem könne ein Gefangenenaustausch «aller gegen alle» und eine Rückkehr von Zivilisten und «während des Krieges verschleppten» Kindern folgen. An den Gesprächen sollten der Ansicht Selenskyjs nach zudem Vertreter Europas und der Vereinigten Staaten auch als mögliche Garanten beteiligt werden.

Kremlsprecher: «Selenskyj kann nach Moskau kommen»

Kremlsprecher Dmitri Peskow ging vor Journalisten in St. Petersburg nicht auf den Inhalt des Briefes ein. «Präsident Putin hat gesagt, dass Selenskyj nach Moskau kommen könne, wenn er reden möchte», sagte Peskow. Selenskyj hatte Moskau als Gesprächsort bereits mehrfach abgelehnt.

Seit vergangenem Jahr drängt Washington Russland und die Ukraine zu einem Friedensschluss in dem seit 2022 währenden Krieg. Moskau hat dabei mehrfach einen Abzug ukrainischer Truppen aus den ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk zur Bedingung gemacht. Kiew lehnt einen solchen Gebietsverzicht bisher kategorisch ab.

Kommentare

User #1594 (nicht angemeldet)

Franjo von Allmen hat den Abschluss einer erfolgreichen Weltcup-Saison auf ungewohntem Terrain zelebriert. Beim traditionellen Fantreffen im Berner Oberland tauschte der dreifache Olympiasieger die Skier gegen die Gitarre und sorgte gemeinsam mit einer bekannten österreichischen Musikgrösse für Aufsehen.

User #3286 (nicht angemeldet)

Selensky hat genau zu kapitulieren. Schluss. Etwas anderes will ich nicht lesen.

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