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    Seehofer ärgert sich über Finanzpläne der EU für Grenzschutzagentur Frontex

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    Deutschland,

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat scharfe Kritik an den Finanzierungsplänen der EU für die europäische Grenzschutzagentur Frontex geübt.

    Minister Seehofer
    Minister Seehofer - APA/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Minister kritisiert Kürzungen im mittelfristigen Finanzrahmen.

    In der kürzlich vorgestellten mittelfristigen EU-Finanzplanung seien die ursprünglich vorgesehenen Frontex-Finanzmittel von 10,3 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2027 um 43 Prozent gekürzt worden, sagte Seehofer am Dienstag in Berlin. «Der Vorschlag - sollte er realisiert werden - gefährdet die finanzielle Ausstattung einer gemeinsamen Asylpolitik», warnte er.

    Seehofer forderte das Europaparlament auf, nun im Haushaltsverfahren eine bessere Finanzausstattung für Frontex durchzusetzen. Die anvisierten Kürzungen hätten eine Grössenordnung, die es der Agentur «sehr schwer» machen würde, die nötige Ausstattung an Personal und Ausstattung für ihre Aufgaben zu finanzieren.

    «Das Problem muss gelöst werden», sagte Seehofer bei einer Pressekonferenz mit seiner schweizerischen Kollegin Karin Sutter-Keller. «Deshalb kämpfen wir jetzt darum.»

    Seehofer misst Frontex bei der angestrebten gemeinsamen europäischen Asylpolitik eine zentrale Bedeutung zu: Die Agentur soll verstärkt beim Schutz der Aussengrenzen aktiv werden und sich um ein europäisches System der Rückführung abgelehnter Asylbewerber kümmern.

    Die Einigung auf Grundzüge einer gemeinsamen europäischen Asylpolitik zählt zu den Kernzielen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Seehofer nannte am Dienstag fünf Punkte, die er während der Ratspräsidentschaft umsetzen wolle: eine vertiefte Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern der Flüchtlinge, eine bessere Unterstützung für Transitländer, die verstärkte Rückführung von Nicht-Schutzberechtigten, die Öffnung legaler Migrationswege in die EU und die Entscheidung über Asylbegehren bereits an den Aussengrenzen.

    Einen europäischen Verteilschlüssel für die Aufnahme von Flüchtlingen nannte Seehofer in diesem Zusammenhang nicht. Gegen einen solchen Schlüssel gibt es in einigen EU-Staaten vor allem in Osteuropa massive Vorbehalte.

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