Scholz sagt Litauen Verstärkung für Nato-Ostflanke zu
Der deutsche Kanzler spricht Litauen militärische Unterstützung zu. Die Ostflanke soll verstärkt werden – was das konkret heisst, sagt Scholz nicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Olaf Scholz verspricht Litauen zusätzliche militärische Unterstützung innerhalb der Nato.
- Wie die Dimensionen der Verstärkung aussehen sollen, verkündet er nicht.
Deutschlands Kanzler Olaf Scholz hat Litauen zusätzliche militärische Unterstützung zur Abschreckung und für die Verteidigung gegen einen möglichen russischen Angriff zugesagt.
«Wir haben uns fest vorgenommen, dass wir unseren Beitrag verstärken werden», sagte der Sozialdemokrat am Dienstag nach Gesprächen mit dem litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda und den Regierungschefs aller drei baltischen Staaten, zu denen auch Lettland und Estland zählen. Das deutsche Engagement solle «in Richtung einer robusten Kampfbrigade» entwickelt werden.
Scholz bleibt unkonkret
«Als Verbündete in der Nato fühlen wir uns einander verpflichtet und wir werden im Falle eines Angriffs jeden Zentimeter des Nato-Territoriums verteidigen», sagte Scholz. Einzelheiten des verstärkten deutschen Engagements nannte der Kanzler zunächst nicht.
Derzeit ist ein von Deutschland geführtes Nato-Bataillon mit 1600 Soldaten in Litauen stationiert, davon gehören mehr als 1000 der Bundeswehr an. Eine Brigade besteht in der Regel aus etwa 3000 bis 5000 Soldaten.
Die baltischen Staaten dringen seit längerer Zeit auf die Stationierung jeweils einer Nato-Brigade in den drei Ländern. Unklar ist aber, wie viele Soldaten davon tatsächlich vor Ort stationiert werden sollen, und wie viele ausserhalb bereitgehalten werden sollen.
















