US-Militär fängt Schiff der iranischen «Schattenflotte» ab
Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wurde verlängert. Beide Seiten blockieren weiterhin die Strasse von Hormus und drohen sich gegenseitig.

Das Wichtigste in Kürze
- Die geplanten US-Iran-Gespräche platzten, wie es weitergeht, ist unklar.
- Die Waffenruhe gilt für unbestimmte Zeit, die Strasse von Hormus aber bleibt blockiert.
- Die Hisbollah und Israel werfen sich gegenseitig Verstösse gegen die Waffenruhe vor.
Wie es mit der Diplomatie zwischen dem Iran und den USA weitergeht, ist unklar. Am Samstag sagte Donald Trump eine Pakistan-Reise seiner Delegation kurzfristig ab. Niemand wisse, wer in Teheran das Sagen habe, der iranische Vorschlag sei inakzeptabel, so die Begründung.
Derweil blockieren beide Länder weiterhin die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus. Die USA haben einen mit Sanktionen belegten Tanker beschlagnahmt, die iranischen Revolutionsgarden mehrere Frachter unter Beschuss genommen.
Auch der Libanon und Israel konnten sich auf eine Waffenruhe einigen, die am Donnerstag um drei Wochen verlängert wurde. Die Feuerpause ist aber wackelig, beide Seiten werfen sich Verstösse gegen das Abkommen vor.
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US-Militär fängt Schiff der iranischen «Schattenflotte» ab
03.00: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen mit Sanktionen belegten Frachter der iranischen «Schattenflotte» abgefangen. Das Schiff sei im Arabischen Meer von einem Helikopter des Zerstörers «USS Pinckney» gestoppt worden und werde zurück in Richtung Iran eskortiert, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.

Die abgefangene «M/V Sevan» gehört demnach zu den 19 Frachtern, die am Freitag mit Sanktionen des US-Finanzministeriums belegt wurden. Die Sanktionen zielen auf die sogenannte Schattenflotte des Irans ab, die nach US-Angaben von zentraler Bedeutung für Teherans Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport ist.












