Hisbollah

Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel ab

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Libanon,

Die vom Iran unterstützte Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel nach Worten ihres Generalsekretärs Naim Kassim weiterhin ab.

Israelische Truppen in einem Aufmarschgebiet im Norden Israels nahe der Grenze zum Libanon. Foto: Gil Cohen Magen/dpa
Israelische Truppen in einem Aufmarschgebiet im Norden Israels nahe der Grenze zum Libanon. Foto: Gil Cohen Magen/dpa - Keystone/dpa/Gil Cohen Magen

Die libanesische Organisation werde weiter «defensiven Widerstand» gegen Angriffe Israels leisten, teilte Kassim heute mit. Die Miliz werde ihre Waffen auch nicht abgeben, weil diese nötig seien, um sich gegen Israel zu verteidigen.

Im Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel gilt eine Waffenruhe. Diese hatte US-Präsident Donald Trump nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun verkündet. Die Mitte April verkündete Feuerpause gilt noch gut zwei Wochen. Der Libanon ist offiziell keine Konfliktpartei.

Die Hisbollah war nicht direkt an den Gesprächen zur Waffenruhe beteiligt, hat aber signalisiert, dass sie sich an die Feuerpause halten werde – vorausgesetzt, dass Israel die Angriffe ebenfalls aussetzt. Faktisch kommt es aber fast täglich zu Angriffen beider Seiten.

In den Verhandlungen kommt dem libanesischen Parlamentspräsidenten und Hisbollah-Verbündeten Nabih Berri eine zentrale Rolle zu. Dieser trieb die US-Initiative zu einer Waffenruhe entschieden voran und diente erneut als Brücke zwischen der Regierung in Beirut, der Hisbollah und Washington. Die Hisbollah hat schon zuvor direkte Verhandlungen mit Israel abgelehnt, soll aber wegen ihres grossen Einflusses über den Stand der Gespräche informiert worden sein.

Israel und dem Verbündeten USA sei es nicht gelungen, die Hisbollah zu zerstören, teilte Kassim mit. Wegen des starken Widerstands der Hisbollah seien die israelischen Truppen, die seit anderthalb Jahren auch mit Bodentruppen im Südlibanon im Einsatz sind, in einer «Sackgasse».

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