Huthi

Huthi-Miliz: Sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen

Keystone-SDA
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Jemen,

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge sechs Schiffe in der Region im Rahmen ihrer verkündeten «Blockade» zur Umkehr gezwungen. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf deren Militärkreise. Innerhalb von 24 Stunden seien sechs Schiffe nach Warnungen der Huthi umgekehrt, berichtete Saba. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

ARCHIV - Ein LPG-Tanker fährt in den Gewässern nördlich der Straße von Bab al-Mandab. Foto: Abdulnasser Alseddik/AP/dpa/Symbolbild
ARCHIV - Ein LPG-Tanker fährt in den Gewässern nördlich der Straße von Bab al-Mandab. Foto: Abdulnasser Alseddik/AP/dpa/Symbolbild - Keystone/AP/Abdulnasser Alseddik

Saba berichtete auch nicht, wo genau die Schiffe mutmasslich umkehrten. Jemen-Experten zufolge verbreitete die Miliz über Funk zuletzt aber eine entsprechende Warnung an Schiffe. Auch das von den Huthi kontrollierte Zentrum für humanitäre Einsätze in Sanaa teilte mit, Schiffsbesitzer und -betreiber seien aufgefordert worden, ihre Bewegungen vorab zu koordinieren, um die «Sicherheit der Fahrten» zu gewährleisten.

US-Präsident Donald Trump sagte in Washington, dass es in der Region bisher keine Blockade der Miliz gegeben habe. «Wir haben länger nicht von ihnen gehört», sagte Trump am späten Vormittag (US-Ortszeit) während eines Treffens mit Libanons Präsident Joseph Aoun im Weissen Haus. «Wenn es passiert, werden wir uns um die Sache kümmern.» Die USA seien zuvor schon «energisch» gegen die Huthi vorgegangen, sagte Trump mit Verweis auf US-Luftangriffe im Jemen im vergangenen Jahr.

Die Huthi hatten am Montag eine «Blockade» für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein «Verbot der Schifffahrt», sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Er sagte dabei nicht, in welchen Gewässern das Verbot gelten soll. Die Huthi hatten zuvor bereits eine «komplette Blockade» der Seefahrt für Israel angekündigt, woraufhin es zu mehreren Zwischenfällen kam.

Die Huthi kontrollieren im Jemen vor allem den Norden und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von hier aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Strasse von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt.

Wegen der faktischen Blockade der Strasse von Hormus exportiert Saudi-Arabien einen grossen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer. Seit 2023 hatten die Huthi mit Angriffen im Roten Meer – seinerzeit im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg – den Welthandel bereits massiv beeinträchtigt.

Kommentare

User #1949 (nicht angemeldet)

Absolut unverständlich wieso Saudi Arabien genau jetzt den Flughafen vom Yemen angreifen musste. Logisch gibt es eine Reaktion. Und jetzt? Die Lieferrouten von SA gehen via Yemen oder Iran, und beide sind zu. Das kann nur an der heissen Sonne dort unten liegen solche Aktionen zu machen.

User #4444 (nicht angemeldet)

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