Schweizer Armee

Libanons Präsident bittet Trump um Unterstützung für Armee

Keystone-SDA
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Bern,

Libanons Präsident Joseph Aoun hat US-Präsident Donald Trump um weitere Unterstützung für die staatliche libanesische Armee gebeten und andernfalls vor dem Szenario eines neuen Bürgerkriegs in seinem Land gewarnt. «Wir wollen das nicht noch einmal erleben. Alles, worum wir bitten, ist weitere Unterstützung für die LAF», sagte Aoun, der das englische Kürzel für die libanesischen Streitkräfte verwendete.

dpatopbilder - US-Präsident Donald Trump (r) empfängt den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
dpatopbilder - US-Präsident Donald Trump (r) empfängt den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa - Keystone/AP/Mark Schiefelbein

Aoun erinnerte an das Jahr 1975, in dem im Libanon ein blutiger Bürgerkrieg mit schätzungsweise 150.000 Toten begann. «Die erste Institution, die 1975 zusammenbrach, waren die LAF. Und als Ergebnis erlebten wir das Entstehen vieler örtlicher Milizen», sagte Aoun. Dabei bekämpften sich verschiedene Konfessionen in wechselnden Gefechtsfronten und Bündnissen, auch mit Unterstützung ausländischer Staaten. Der Bürgerkrieg endete 1990.

Der Libanon ist hoch verschuldet, auch die regulären Streitkräfte sind deshalb unterfinanziert und insgesamt schwach. Es fehlt ihnen an Ressourcen, die Ausrüstung ist veraltet, selbst Lebensmittel waren in vergangenen Jahren teilweise knapp. Einigen Beobachtern zufolge existiert die Armee derzeit nur dank Militärhilfen der USA, die seit 2006 mehr als drei Milliarden US-Dollar umfassten. Zugleich ist die Armee die einzige Institution, die noch das Vertrauen vieler Libanesen geniesst.

«Der Libanon ist sehr lange sehr schlecht behandelt worden» und sei über «Jahrzehnte hart getroffen» worden, sagte Trump. Die Armee werde aber selbstständiger und es gebe «konkrete Pläne» für weitere Hilfe der USA.

Im laufenden Krieg Israels mit der Hisbollah im Libanon soll die staatliche Armee schrittweise im Süden die Kontrolle vom israelischen Militär übernehmen. Deren Rückzug aus mehreren Versuchszonen gilt als ein Test, ob die Armee die Kontrolle gegenüber der Hisbollah durchsetzen kann und ob die Miliz die Armee möglicherweise angreifen könnte. Bei so einem Szenario könnte dem Libanon – zusätzlich zum Krieg Israels mit der Hisbollah – eine neue Phase der Konfrontationen und schwerer Gewalt drohen.

Kommentare

User #3779 (nicht angemeldet)

Donny wird es richten, er ist der beste

User #4485 (nicht angemeldet)

Es wäre ein weiterer immenser Schritt um Arabien endlich und langfristig zur Ruhe kommen zu lassen. Wohl verdient und ich wünsche ihnen sehr, dass sie es erreichen. 🙏

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