Iran-Krieg verschärft Energiekrise – Ende ist nicht absehbar
Der Iran-Krieg eskaliert erneut: Nach dem Tod von US-Soldaten in Jordanien verschärfen die USA ihre Angriffe auf Teheran massiv.

Der Iran-Krieg droht ausser Kontrolle zu geraten, während beide Seiten ihre Angriffe weiter intensivieren.
Nach dem Tod von mindestens drei US-Soldaten in Jordanien hat Washington seinen Ton gegenüber Teheran deutlich verschärft.
US-Präsident Donald Trump begründete die jüngsten Luftangriffe ausdrücklich mit den gefallenen Soldaten, wie «T-Online» berichtet. «Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen», sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel.
Iran-Krieg: Keine Waffenruhe in Sicht
Dabei schien ein Ende des seit Februar tobenden Iran-Kriegs noch vor kurzem greifbar nah. Am 18. Juni hatten beide Seiten eine Absichtserklärung mit einer 60-tägigen Waffenruhe unterzeichnet.
Doch der Iran stellte seine Tankerangriffe nicht ein, und die USA begannen Anfang Juli erneut mit nächtlichen Luftschlägen.
Laut «T-Online» verlegen die USA nun zusätzliche F-16- und F-35-Kampfjets sowie Tankflugzeuge in die Golfregion. US-Aussenminister Marco Rubio machte die Haltung Washingtons dabei unmissverständlich klar: «Solange der Iran darauf besteht, eine internationale Wasserstrasse zu kontrollieren, werden wir darauf reagieren müssen.»
Zweite Meerenge in Gefahr
Besonders bedrohlich ist die Lage im Roten Meer, wie «T-Online» schreibt. Teheran soll die verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen angewiesen haben, sich auf eine Sperrung der Meerenge Bab al-Mandab vorzubereiten.
Etwa 15 Prozent des weltweiten Seehandels laufen durch das sogenannte «Tor der Tränen». Eine Schliessung würde die Weltwirtschaft noch härter treffen als die bereits blockierte Strasse von Hormus.
Laut «ZDFheute» stiegen die US-Benzinpreise am Montag erneut über vier Dollar (3,24 Franken) je Gallone. Das ist seit Kriegsbeginn Ende Februar ein Anstieg von über 30 Prozent.
Energieschock ohne schnelles Ende
Die wirtschaftlichen Folgen sind auch für die Golfstaaten dramatisch. Die niederländische Denkfabrik HCSS spricht laut «Handelsblatt» vom «grössten und komplexesten Energie-Schock der Geschichte».
Neue Pipelines zum Umgehen der Strasse von Hormus werden geplant. Sie sind aber teuer und politisch schwer umzusetzen.

Laut «Handelsblatt» ist nicht absehbar, wann ein normaler Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus wieder möglich sein wird. Der Iran beanspruche die vollständige Kontrolle über die Meerenge erneut.
Machtkampf in Teheran
Inmitten der Eskalation tobt im Iran ein interner Machtkampf. Der neue Machthaber Modschtaba Chamenei soll seit einem US-israelischen Angriff zu Kriegsbeginn schwer verletzt sein.
Er wurde seitdem nicht mehr öffentlich gesehen.
Laut dem US-Institute for the Study of War liegt die Macht nun bei einem sechsköpfigen Obersten Nationalen Sicherheitsrat, berichtet «T-Online». Dort streiten Hardliner und Moderate darüber, ob der Iran-Krieg ausgeweitet oder doch verhandelt werden soll.
















